Branchen-News

Meldung vom 14.12.2012

Direkte Wirtschaftskommunikation: verhalten optimistisch

So stellt sich die Situation der FAMAB-Mitglieder für 2012 / 2013 dar

Rund 25 Mrd. Euro geben Unternehmen jährlich für Maßnahmen der Direkten Wirtschaftskommunikation aus. Für das Gesamtjahr 2012 erwarten die im FAMAB, Verband Direkte Wirtschaftskommunikation, organisierten Unternehmen ein moderates Wachstum von 2 % und gehen damit im Gleichschritt mit der wirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik. Nachdem die Mitglieder des FAMAB 2011 einen Umsatzzuwachs von 11,7 % realisieren konnten, müssen sich die Unternehmen nach zwei sehr guten Jahren sich jetzt wieder auf langsameres Wachstum einstellen.

2011 realisierten die Unternehmen im Verband 70.231 Messeauftritte und überbauten knapp 6 Mio. Quadratmeter Fläche. Ihr Umsatz stieg auf 2,13 Mrd. Euro. Für 2012 wird eine geringe Steigerung von 0,7% bei den überbauten Quadratmetern erwartet. Die Anzahl der Projekte sinkt leicht um 0,3% auf 70.020, die Umsatzerwartung liegt bei 2,16 Mrd. Euro. Damit wird nach zwei sehr positiven Jahren mit Zurückhaltung auf 2012 geblickt. Für die Zukunft gehen die Unternehmen je nach Kundenportfolio von Zuwächsen von maximal 5% aus. Andere Unternehmen erwarten einen konstanten Umsatz oder sogar leichte Umsatzrückgänge. Mit diesem Ergebnis liegen die Prognosen vergleichbar zu den Erwartungen der übrigen deutschen Wirtschaft.

Betrachtet man die Branche der Direkten Wirtschaftskommunikation oder anders gesprochen alle Maßnahmen der direkten persönlichen Ansprache mittels inszenierter Räume und gestalteter Zeit insgesamt, hat sie sich als feste Größe in der Kommunikation etabliert. Dies belegt auch der stattliche Umsatz von rund 25 Mrd. Euro, den die Branche geschätzt jährlich erzielt.

Größter Player in diesem Kanon ist das Messewesen in Deutschland. Entsprechend der Studien des AUMA, Ausstellungs- und Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft, geben Aussteller jährlich rund 8 Mrd. Euro für Auftritte auf Messen aus, knapp ein Drittel hiervon entfällt auf den Bereich des Messebaus. Hinzu kommen weitere 4 Mrd. Euro die Besucher für Messen ausgeben. Zu noch höheren Ergebnissen kommt der Dialog Marketing Monitor der Deutschen Post: Dieser geht sogar von 14,4 Mrd. Euro aus, die in Messen investiert werden.

Weiteres Schwergewicht in der Direkten Wirtschaftskommunikation sind Tagungen und Kongresse. Insgesamt geben Unternehmen 66 Mrd. Euro für geschäftlich bedingte Reisen aus. Und auch wenn nicht jede Geschäftsreise, jede Tagung und jeder Kongress der Direkten Wirtschaftskommunikation zu zurechnen ist, ihr Anteil ist beträchtlich: Er liegt bei 24% oder 15, 8 Mrd. Euro. Gemeinsam mit dem Bereich der Marketing-Events, also der erlebnisorientierten Vermittlung von Unternehmensbotschaften an eine definierte Zielgruppe, ergibt sich Ausgaben von rund 10 Mrd. Euro, die jährlich für Marketing-Events, Unternehmenskongresse und Incentives in Deutschland getätigt werden. Dabei entfallen Ausgaben in Höhe von rund 2,5 Mrd. Euro auf Marketing-Events im engeren Sinne, wie das Eventklima 2012 belegt, einer Studie die TNS-Infratest im Auftrag des FAMAB durchgeführt hat.

Weitere Bereiche der Direkten Wirtschaftskommunikation sind das erlebnisorientierte Sponsoring mit rund 4,5 Mrd. sowie Corporate Architecture mit 1,5 Mrd.

www.famab.de

Lesen Sie weitere Meldungen aus der Rubrik: Branchen-News

Mehr zu diesem und anderen Themen lesen Sie in folgendem Magazin: