Gebäude + Sicherheit: Umweltschonende Meetings 
Meldung vom 08.10.2009

Umweltschonende Meetings

Mit dem Bau einer neuen, energieeffizienten Firmenzentrale modernisierte die Juwi-Gruppe auch ihre Geschäftskommunikation. Einen hohen Stellenwert soll hierbei die Videokonferenz haben.


Der Firmensitz der Juwi-Gruppe

Die Juwi-Gruppe

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Seit Juli letzten Jahres laufen die Geschäfte der Juwi-Gruppe, einem Projektentwickler für Erneuerbare-Energien-Anlagen, in der neuen Zentrale im rheinhessischen Wörrstadt zusammen. Die macht dem auf Ressourcenschonung und Umweltverträglichkeit angelegten Geschäftsfeld des Unternehmens alle Ehre und wurde wegen des durchgängig realisierten Energieeffizienzkonzepts u. a. mit dem „Deutschen Klimaschutzpreis 2008“ honoriert.

Der mit dem Neubau verfolgte Klimaschutzansatz wurde um die Schaffung einer harmonischen Arbeitsatmosphäre für die rund 350 Beschäftigten ergänzt. Sie dokumentiert sich in Einrichtungen wie eigener Mensa, diversen Kommunikationszonen mit Loungecharakter, Andachts- und Fitnessraum, Außenanlagen mit Fußball- und Beachvolleyballfeld sowie neuerdings auch einer Kindertagesstätte.

Gleichzeitig legte sich das Unternehmen mit der neuen Zentrale ein modernes Kommunikationskonzept zu, dem die für Teambesprechungen, Meetings und Veranstaltungen ausgelegte Raum- und Technikausstattung Rechnung tragen soll. Speziell in der Mensa stellte die Raumakustik besondere Anforderungen an die Techniker des Medientechniklieferanten VIDCO media systems, Dreieich, mussten die doch angesichts des großflächigen Raums den Richtungseindruck des Tons zum per Aufprojektion erzeugten Bild aufrechterhalten, um dadurch die gewünschte Wirkung von Bild und Ton zu erzeugen. Gelöst wurde das durch Einbau einer Audiolösung aus verschiedenen Komponenten vom Hersteller Bose, darunter als Front-Audiosystem ein sogenanntes Modular Line Array-Lautsprechersystem aus je zwei gestackten MA12-Modulen. Ein deckenmontierter Subwoofer dient zur Abrundung des Klangbildes.

Ein Digital Controller von Bose steuert alle Funktionen für Equalizer, Rückkopplungsunterdrückung, zeitverzögertes Ansteuern der im hinteren Bereich an der Raumdecke angebrachten Lautsprecher, Mikrofoneingänge und die entsprechende Signalbearbeitung der Eingangskanäle. Ein Crestron-Steuerungssystem mit funkbasiertem 8-Zoll-Farb-Touchpanel ermöglicht die Bedienung des Audiosystems, der Projektionstechnik, diverser Zuspieler im Medienrack sowie die Funktionsanwahl für verschiedenes Medien- und Raumequipment wie z. B. Leinwand und Licht.

Neben Audiokonferenzen, die im IP-basierten Telefonnetz über Polycom Soundstation-Systeme laufen, ist insbesondere die Videokonferenz nach Einschätzung von Christian Hinsch, Leiter Unternehmenskommunikation, ein wichtiges Geschäftstool, das Juwi helfe, Reisekosten einzusparen und gleichzeitig seine Prozesse zu verbessern. Das gelte speziell im Projektgeschäft, das nicht nur den Abstimmungsbedarf mit den anderen deutschen Standorten in Berlin und im sächsischen Brandis, sondern auch mit verschiedenen europäischen Niederlassungen sowie mit Standorten in USA und Costa Rica erfordert. Zunehmend kämen auch Leinwand-Meetings mit Kunden aus aller Welt hinzu.

Dazu nutzt Juwi in Wörrstadt zwei Polycom-Anlagen vom Typ VSX 7000, die eine Mehrpunkt-Konferenz zu mehreren Standorten gleichzeitig aufbauen können. Dies geschieht sowohl über ISDN als auch über IP. Die Bilddarstellung erfolgt über eine Aufprojektion, da der Raum auch für normale Präsentationen genutzt werden kann. Die Tonwiedergabe erfolgt über ein kompaktes Bose Lautsprechersystem. Eine Audio/Video-Kreuzschiene ermöglicht hier das flexible Verschalten der PC-Eingangssignale zur Projektion bzw. zur Übertragung per Videokonferenz zur jeweiligen Gegenstelle.

VIDCO hat in jeden Videokonferenzraum zudem eine Mediensteuerung inklusive funkbasiertem 6-Zoll-Farb-Touchpanel vom Hersteller Creator eingebracht und diese für die vereinfachte Handhabung mit den wichtigsten Funktionen zur Anlagen- und Raumtechniksteuerung belegt.

Neben Reisekostenersparnis und effizienteren Geschäftsprozessen als ökonomischen Aspekten von Videokonferenzen war für Juwi nach eigener Aussage der ökologische Vorteil, der sich in der reduzierten CO2-Belastung infolge verminderter Reisetätigkeit darstellt, ein ebenso wichtiger Anschaffungsgrund. "Die vermehrte Nutzung virtueller Konferenzen ist einfach Teil unserer Philosophie und unterstreicht an der Stelle natürlich auch unsere Glaubwürdigkeit", ist sich Christian Hinsch sicher. Da passt es ins Bild, dass auf Wunsch des Anwenders auch ein Stromschaltmodul in die Mediensteuerung integriert wurde, das beim Nichtbetrieb der Anlagen Standby-Ströme verhindert.

Zusätzlich zu den bisherigen Umsatzmotoren Wind, Sonne und Biogas steigt Juwi jetzt auch in die Bereiche Geothermie und Wasserkraft ein. Des Weiteren vermarktet das Unternehmen Solar-Carports zur Parkplatzüberdachung und Stromgewinnung. Die Geschäftsentwicklung erforderte auch bauliche Erweiterungen. In dem neuen Gebäudekomplex, den Juwi jetzt gerade fertig gestellt hat, kommen fünf weitere Standardbesprechungs- und ein Videokonferenzraum hinzu. Man setze auch hier aus den bereits genannten Gründen auf die Videokonferenz. Aber auch, weil nach den Worten des Geschäftsführers Fred Jung die Auslandsmärkte für Juwi immer wichtiger würden. Und das sei gleichzeitig ein schlagendes Argument für virtuelle Meetings via Bildschirm oder Leinwand – statt aufwendiger Geschäftsreisen.

www.juwi.de

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