Der Fachkreis Videosysteme im ZVEI-Fachverband Sicherheit begrüßt den neuen Industriestandard für Videotechnik von ONVIF ("Open Network Video Interface Forum" – www.onvif.org).
Die ONVIF-Schnittstelle ermöglicht zum Beispiel, dass sich Geräte gegenseitig erkennen und über ein Netzwerk kommunizieren können. Zudem gestattet sie für die zu übertragenden Videodaten verschiedene Auflösungen, Bildraten und Datenformate. Die erste Version von ONVIF wurde in diesem Frühjahr veröffentlicht. An einer weiteren Version arbeiten derzeit die Mitgliedsunternehmen.
"Die Integrationstiefe ONVIF-konformer Geräte nimmt immer weiter zu und das Anwendungsspektrum wird ausgebaut", sagte René Kiefer, Vorsitzender des Fachkreises Videosysteme bei der Jahrespressekonferenz des ZVEI-Fachverbandes Sicherheit in Leipzig. "Bislang war die Integration von Videogeräten verschiedener Hersteller in einer Videolösung sehr teuer, aufwendig und komplex. Das hat den Markt und die Nutzung von Videotechnik begrenzt“, so Kiefer. „Der enorme Nutzen für die Kunden liegt darin, dass sie nun flexibel für die jeweilige Aufgabenstellung optimale Komponenten kombinieren können. Die Integrationskosten sinken deutlich, ohne dass der Wettbewerb um die beste Qualität leidet."
ONVIF wurde 2008 gegründet und wird von Unternehmen der Video-, IT- und Sicherheitsbranche, von Anwendern und System-Integratoren getragen. Anders als nationale, europäische oder globale Normen wurde der Standard nicht von halbstaatlichen Organisationen erarbeitet, sondern herstellerübergreifend von den rund 150 angeschlossenen Firmen (Stand April 2010). Gemeinsam wollen die Mitgliedsunternehmen kontinuierlich den Status der Kommunikationsregeln definieren, deren Implementierung und die Berücksichtigung des zukünftigen Fortschritts.
Der Vorsitzende des ZVEI-Fachkreises Videosysteme begrüßte es daher, dass der ONVIF-Industriestandard auch auf Geräte und Komponenten von Zutrittskontrollsystemen ausgeweitet werden soll. Damit soll die sichere und zuverlässige Kommunikation zwischen Video- und Zutrittskontrollgeräten innerhalb einer integrierten Lösung sichergestellt werden.
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