Im Wiener Kosmos Theater hat jetzt Schnitzlers Novelle „Fräulein Else“ eine spannende Neuinterpretation erfahren. „Being Else“ heißt das Stück, bei dem Lichtgestalter Christian Falk eine GrandMA ultra-light als Lichtpult einsetzt.
Christian Falk:
„Das im Theater vorhandene Lichtpult nicht meine Anforderungen erfüllte. Auf Grund des engen Zeitplans und der Probensituation benötigte ich eine Lichtsteuerung, mit welcher ich schnell arbeiten kann. Eine weitere Anforderung bestand darin, dass auch das Video vom Licht gesteuert werden musste und dies optimal mit der GrandMA zu lösen war.
Die neuen Theaterproduktionen, egal ob Musiktheater, Tanz oder Schauspiel, unabhängig ob große oder kleine Produktion, werden in ihren Inszenierungen immer mehr genreübergreifend“, fuhr Falk fort, „Auch das Sehverhalten, sowie der Anspruch der Regisseure, Bühnenbildner und natürlich auch Zuschauer hat sich sehr weiterentwickelt. Dies erfordert auch einen entsprechenden Einsatz des Beleuchtungs-Equipments, welches sich ebenfalls extrem weiterentwickelt hat und eine viel größere Vielfalt bietet.“
Being Else ist ausgelegt als rasantes Tennisturnier über menschliche Zerbrechlichkeit, gesellschaftlichen Druck, Konvention und Blendwerk. Acht Darstellerinnen verkörpern Elses Zersplittern in verschiedene Persönlichkeiten, die zueinander in unerbittlichem Wettstreit stehen und zugleich untrennbar miteinander verbunden sind. Einblicke in innere Vorgänge gewährt ein gewaltiger transparenter PVC-Kubus, der zugleich Elses Kopf und Gefängnis ist und dessen Zellophanmembrane wie Lupen auf das Geschehen wirken.
Im Licht-Rigg kamen die im Theater installierten Martin Moving Lights, Fresnel-Scheinwerfer, ETC Source Four und PAR 64 CP62 zum Einsatz. Bei der Video-Projektion griff Falk auf zwei Standard DLP-Projektoren und einen über DMX gesteuerten PowerMAC DualCore, der als Medienserver fungierte, zurück.
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