Das trojanische Pferd unter dem 3D-Scanner bei der Theateraufführung von „Die Trojaner“ an der deutschen Oper Berlin.
Wieder einmal hat die Firma Padelt 3D-Systeme GmbH bewiesen, dass das 3D-Scannen äußerst vielseitig, ob in den technischen als auch kulturellen Bereichen verwendet werden kann. Im Dezember letzten Jahres hat die größte Oper Berlins, die deutsche Oper das Stück „Die Trojaner“ von Hector Berlioz erstmals in ganzer Länge aufgeführt. Dabei durfte selbstverständlich das berühmte trojanische Pferd nicht fehlen. An diesem Punkt setzte die Arbeit des Unternehmens 3dpadelt.de ein.
Auf Grundlage eines ca. 30 cm großen Pferdekopfes (Abb1. unten) aus einem Stoffgemisch von Holz und Metall fertigte das Team zunächst einen 3D-Scan an. Die gewonnenen Messwerte wurden an die CNC Fräse übergeben, die damit aus einzelnen Styroporblöcken einen gigantischen Pferdekopf frästen. Die Bühnenbildner setzten die einzelnen Styroporblöcke, gleich einem überdimensionalen Puzzle zusammen und schufen somit eine Vergrößerung des kleinen Pferdekopfmodells mit den ungefähren Abmaßen von 10m x 3m (Abb2. unten). An dieser Stelle ist die Leistung der Bühnenbildner hervorzuheben. Das gefräste Material bildet den Grundstock in Bezug auf die Proportionen, doch die Bühnenbildner haben letztlich dem Meer aus Styropor ein konkretes Aussehen verliehen. Auch im Jahr 2011 verspricht der Geschäftsführer der Firma 3dpadelt.de Steffen Padelt, wird es so einige interessante Projekte geben. Wir dürfen also gespannt sein, in welchen Bereichen die 3D Vermessung überdies anzutreffen ist.
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