Neuer Anstrich für Nacht der Museen
Das jährliche Festival: Nacht der Museen in Ungarn, das die Öffentlichkeit mit unkonventionellen, außergewöhnlichen Kunstprogrammen anzieht, hat sich in diesem Jahr einen neuen Anstrich verliehen.
Der neue Architectural Video Mapping-Wettbewerb Paint Up! wurde in der ungarischen Presse als die herausragendste Veranstaltung des Festivals gelobt.
Am 19. Juni blieben die Museen (zur Feier der Sommersonnwende) die ganze Nacht geöffnet und im Zentrum Budapests wurde die bemerkenswerte Veranstaltung Paint Up aufgeführt, deren Ziel es war einer neuen Form der zeitgenössischen Kunst Bekanntheit zu verschaffen – dem Architectural Video Mapping. Die führenden Künstler Ungarns wurden dazu aufgerufen die Fassade der prachtvollen Ungarischen Nationalgalerie zu „bemalen“, die Teil des historischen Palastkomplexes von Buda ist.
Die Idee zu der Veranstaltung stammt von den Organisatoren der Veranstaltung Visualpower. Die Christie-Partner stellten vier Hochleistungs-Christie-Projektoren zur Verfügung: auf der einen Seite zwei Roadster S+20K (20.000 ANSI-Lumen SXGA+) und auf der anderen zwei Roadster S+16K (16.000 ANSI-Lumen SXGA+).
Laut László Riegler, CEO von Visualpower und Kopf der Veranstaltung, war gleich der erste Video-Mapping-Wettbewerb ein durchschlagender Erfolg: „Als Branchenführer auf dem ungarischen Visualdisplay-Markt und als lokaler Vertreter dieser Technologie haben wir diesen Non-Profit-Wettbewerb organisiert und unsere extrem leistungsfähigen Christie-Projektion dazu beigesteuert. Die Inhalte wurden von den Künstlern erstellt, deren Arbeiten die Architektur des Gebäudes ergänzten. Wir haben festgestellt, wie populär diese Kunstform in anderen Teilen der Welt ist und wollten das Konzept der Gebäudebeleuchtung auch nach Ungarn bringen.“
Aus den 32 Künstlern, die ihre Vorschläge eingereicht hatten, wählte die aus renommierten Fachleuten bestehende Jury 12 Kandidaten aus, die an dem zweistündigen Programm teilnehmen durften. Den Künstlern standen jeweils drei Minuten zur Verfügung, in denen ihre Filmanimationen (begleitet von musikalischer Untermalung) vom Vorplatz der Galerie aus, auf das Gebäude projiziert wurden. Die meisten Künstler integrierten sowohl 2D- als auch 3D-Elemente in ihre Arbeiten, doch es gab auch einen Beitrag, bei dem traditionelle Animationstechnik mit auf Papier gezeichneten Bildern eingesetzt wurde.
Die zur Verfügung stehende Fläche maß 30 x 23 Meter – was fast 700 qm entspricht. Doch es gab noch einen weiteren Bonus. Zwei Vertreter dieser Disziplin von Weltrang – László Zsolt Bordos und Ivó Kovács (die für ihre riesige, hochauflösende 3D-Animation anlässlich der Eröffnungsfeier der Dubai Palm Islands bekannt sind) – erstellen in Zusammenarbeit mit Viktor Vicsek eigens für die Veranstaltung in Budapest einen 3D-Film, der auf eine noch größere Fläche (60 x 23 m) projiziert wurde. Sie verwendeten vier Christie-Projektoren, die mit 1,45 - 1,8:1-Objektiven ausgestattet und auf zwei Seiten des Projektionsstudios auf Lahyer-Gerüstsystemen angebracht waren.
„Das Hauptkonzept dieser Show war es, zwei Halbbilder zu projizieren, die zu einem großen Panoramabild zusammengefügt wurden. Dies alles wurde mit Hilfe von vier Projektoren durchgeführt: je zwei Christie S+16K und zwei Christie S+20K auf der linken und der rechten Seite sowie einem Christie Vista Spyder X20 0808-Videoprozessor“, so László Riegler.
Das System wurde von einem Mediaserver in Form eines leistungsstarken PCs mit Daten versorgt, auf dem eine spezielle Software für eine an die Architektur des Gebäudes angepasste Positionierung der Animationen installiert war. Da sich in der Mitte des Platzes eine Statue befindet, hat Visualpower die Projektionen mit Hilfe eines Christie Vista Spyder X20 0808-Videoprozessors daran vorbeigeleitet, der dann aus den halben Videobildern, die von den auf beiden Seiten platzierten Beamern ausgestrahlt wurden, ein großes Panoramabild zusammenfügte.
Die Auflösung der Wettbewerbs-Beiträge lag bei 1024 x 768 – eine Auflösung mit der man gut arbeiten kann. Die professionelle Präsentationsanimation auf der breiteren Bildoberfläche besaß allerdings eine Auflösung von 2000 x 720. Die Bilder wurden aus 45 Metern Entfernung auf das Gebäude projiziert und Visualpower wandte elektronisch gesteuertes Lens Shift an, um die Bilder richtig auszurichten.
Der Gewinner des hart umkämpften Wettbewerbs war der Budapester Künstler Demeter Lóránt mit seinem Beitrag „Variations“. Er gewann einen Christie LX400 LCD-Projektor, der vom ungarischen Christie Office gestellt wurde. Zweiter wurde Tamás Iván, der einen Edirol P-10 Visual Sampler als Preis mit nach Hause nehmen konnte. László Riegler bestätigte, dass Paint Up ein voller Erfolg war - 8.000 bis 10.000 Zuschauer tummelten sich auf dem Platz, um sich die fantastische Show anzusehen: „Das war schon was ganz besonderes.“
Mehr zu diesem und anderen Themen lesen Sie in folgendem Magazin:

