EmpfehlungWorldCCBonn: Tagen in neuen Dimensionen

„Tagen in neuen Dimensionen“ lautet der Claim des World Conference Center Bonn. Konferenz- und Dolmetschertechnik von Bosch sorgen in der Bundesstadt dafür, dass bei Veranstaltungen bis zu 7.000 Gäste reibungslos miteinander kommunizieren können.

Autor: Redaktion

Konferenztechnik im World CC Bonn

In den vergangenen Jahren hat sich Bonn zu einem wichtigen UN-Standort entwickelt, und wohlwollende Stimmen bezeichnen die Bundessstadt am Rhein bereits als „Weltklimahauptstadt“ – immerhin wurde hier das Pariser Klimaabkommen vorbereitet, das eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zum Ziel hat. Am 8. März 2016 sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier anlässlich einer Feierstunde zur zwanzigjährigen UN-Präsenz in Bonn, dass der „Friedensvertrag mit unserem Planeten“ (ein Bonmot von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon) zwar nahe des Eiffelturms unterschrieben, jedoch im Schatten des „Langen Eugen“ erarbeitet worden sei. Das einstige Abgeordnetenhaus „Langer Eugen“ ist der Mittelpunkt des Bonner UN-Campus, welcher sich über einen Teilbereich des früheren Bundesviertels erstreckt: 18 UN-Organisationen gehen hier ihrer Arbeit nach, allen voran das Klimasekretariat der Vereinten Nationen.

Perfekte Konferenzbedingungen
Perfekte Bedingungen für Konferenzen bietet das direkt gegenüber des „Langen Eugen“ gelegene World Conference Center Bonn (www.worldccbonn.com). Das WorldCCBonn setzt sich aus dem früheren Plenarsaal des Deutschen Bundestages und dem neu errichteten Hauptgebäude zusammen. Innerhalb des Ensembles können bis zu 7.000 Tagungsteilnehmer zusammenkommen.

Moderne Architektur und beste Ausstattung machen insbesondere im 2015 eröffneten Hauptgebäude alle Arten von Veranstaltungen möglich. Der große Konferenzsaal „New York“ wird den Bedürfnissen der Vereinten Nationen vollauf gerecht und erlaubt die Umsetzung großer UNO-Tagungen mit bis zu 5.000 Teilnehmern. Das WorldCCBonn ist dabei nicht ausschließlich auf UN-Bedürfnisse ausgerichtet: Großveranstaltungen aller Art wie Haupt- und Aktionärsversammlungen, Jahrestagungen, Kongresse, Gala-Events, Konzerte sowie weitere Formate finden in Bonn einen adäquaten Rahmen.

Ausstattung & Planung
Mit der medientechnischen Ausstattung des neuen Hauptgebäudes war Kuchem Konferenz Technik (www.kuchem.com) im Auftrag von Elektro-Anlagenbau Neustrelitz (EAN) befasst. Zu den Arbeitsgebieten der branchenbekannten, in Königswinter bei Bonn beheimateten Firma gehörten die komplette Show-Lichttechnik inklusive sämtlicher Unterverteilungen (Abnahmegrößen bis 1.250 A), das auf DMX-Technik beruhende Lichtnetzwerk mitsamt der Dimmerpakete, die gesamte, im Wesentlichen auf Lautsprechern von Meyer Sound basierende Beschallungstechnik sowie das Videonetzwerk auf Grundlage von Crestron-Produkten respektive DigitalMedia-Protokoll. Hinzu kamen weit mehr als 500 über das gesamte Gebäude verteilte Versatzkästen (Boden/Decke/Wände), eine IP-TV-Anlage und ein Personenleitsystem inklusive elektronischer Türschilder. Auch die Sprachalarmierungsanlage fiel in den Aufgabenbereich von Kuchem Konferenz Technik, was gleichermaßen für das Intercom-System gilt.

Konferenztechnik im World CC Bonn

Das in Wernau ansässige Unternehmen Meine Mediatec verantwortete unter Federführung von Dipl.-Ing. (FH) Jens Meine im Auftrag von Inros Lackner die an bereits vorhandene Gegebenheiten anzupassende Fachplanung der festinstallierten Medien- und Audiotechnik sowie die Ausschreibung. „Zu den besonderen Herausforderungen zählte der außergewöhnlich hohe Kosten- und Termindruck“, so Jens Meine. Heiko Müller, Projektleiter bei Meine Mediatec, ergänzt: „Ein besonderes Anliegen war für uns, dass neue Technologien wie Dante bzw. AVB-Netzwerkkomponenten noch in die laufende Planung einfließen konnten, um für die Zukunft gerüstet zu sein.“

Bosch für Bonn
Die erste Großveranstaltung im WorldCCBonn fand ab dem 1. Juni 2015 statt: Anlässlich der 42. Konferenz der Nebenorgane (Subsidiary Bodies) der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) kamen über zwei Wochen hinweg rund 5.000 Teilnehmer zusammen. Die Convention bereitete den im Dezember 2015 in Paris anberaumten Klimagipfel vor, bei dem eine vielfach als „starkes Signal“ bewertete Nachfolgevereinbarung für das Kyoto-Abkommen unterzeichnet wurde.

Während des zweiwöchigen Tagungsmarathons setzte Kuchem auf Konferenztechniklösungen von Bosch: Rund 1.200 Bosch DCN Next Generation Delegiertensprechstellen sowie das Bosch Infrarot-Dolmetschersystem Integrus (jeweils sechs Sprachen in zwei Sälen während des UN-Events) sorgten für eine reibungslose Verständigung. Technik von Bosch (www.bosch-sicherheitsprodukte.de) kam während der Veranstaltungspremiere im WorldCCBonn bei mehr als 1.500 Einzelveranstaltungen zum Einsatz – an manchen Tagen wurden 180 Zusammenkünfte durch das Kuchem-Team betreut und ausgestattet.

Als langjähriger Vertriebs- und Integrationspartner der Firma Bosch ist Kuchem mit einem hohen Bestand an Bosch Konferenzequipment für beinahe jede Anforderung bestens aufgestellt – die 800 (!) im Unternehmen vorhandenen Bosch-Sprechstellen (DCN-DISCS und DCN-DISDCS) mussten aufgrund der Dimension des UN-Events allerdings mit zugemieteten Einheiten aufgestockt werden.

Was den UN-Event jenseits der hohen Zahl von Sprechstellen interessant macht, ist die Nutzung der zum Bosch-System gehörenden Zentraleinheit DCN-CCU2, die bei Kuchem seit Anfang 2015 im Einsatz ist: Am Ethernet-Port der neuen Zentrale lassen sich diverse Informationen in Form eines XML-Streams abrufen, was von den Kuchem-Technikern unter anderem für eine automatisierte Steuerung von Dome-Kameras und das Einblenden von „Bauchbinden“ mit den Namen der Redner genutzt wird. Speziell auf Wunsch der UN wurde eine Funktion realisiert, welche die Darstellung von Anmeldelisten („Request Lists“) auf Displays unterschiedlicher Größen ermöglicht. Die Listen sorgen dafür, dass der Chairman im großen Saal nicht die Übersicht verliert – in einer chronologischen Aufreihung werden wartende Ländervertreter angezeigt, die um das Wort gebeten haben. Für den Chairman ist ergänzend ein so genannter Geo-Screen verfügbar, auf dem ein Grundriss des Saals mit den Sitzplätzen der Gäste zu sehen ist.

Konferenztechnik im World CC Bonn

Zur Auswertung der von der DCN-CCU2 gelieferten Daten werden die Bosch DCN Conference Software Suite und „DCN‑SWSMD Conference Software Streaming Meeting Data“ herangezogen, welche parallel mit einer von Kuchem entwickelten Anwendung auf einem PC laufen. Möglich wird auf diese Weise auch das so genannte „Microphone Logging“, mit dessen Hilfe die Redezeiten der einzelnen Ländervertreter exakt protokolliert werden können. Ist die festgelegte Maximalredezeit beinahe erreicht, wird ein Hinweis (Countdown oder rote Farbmarkierung) im gezeigten Kamerabild eingeblendet. Akustische Unterstützung erfährt der visuelle Hinweis bei einer Überschreitung der vereinbarten Redezeit auf Wunsch durch ein Gong-Signal.

Letztlich führt der ausgeklügelte Software-Einsatz dazu, dass viele Vorgänge während einer Konferenz automatisiert abgewickelt werden und die Aufmerksamkeit des anwesenden Operators kaum beanspruchen. „Alle Prozesse laufen dank der Software-Anwendungen flüssig und zuverlässig“, hat Kuchem-Mitarbeiter Matthias Schiedewitz festgestellt. Sein mit der Programmierung befasster Kollege Sebastian Boueke weist darauf hin, dass sich künftig weitere Funktionalitäten in Bits und Bytes erschließen werden. „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Produkten von Bosch, die sich in der Praxis stets als verlässliche Lösungen erwiesen haben“, so Boueke. „Die offene Schnittstelle, welche die neue Zentraleinheit CCU-2 bereitstellt, kann ich hervorragend nutzen, um eigene Applikationen aufzusetzen.“

DCN Next Generation
Als DCN Next Generation bezeichnet Bosch ein digitales Konferenzmanagementsystem, das Effizienz und Produktivität in Aussicht stellt. Das Portfolio umfasst diverse Optionen, dank welcher fast allen Bedürfnissen entsprochen werden kann. Die Auftischsprechstellen sind ebenso wie die Einbaugeräte mit steckbaren Mikrofonen ausgestattet, die Lautsprecher für gute Sprachverständlichkeit optimiert. Intuitiv bedienbare Oberflächen sowie ein preisgekröntes Design stellen sicher, dass sich die Funktion der Sprechstellen auch unerfahrenen Nutzern auf Anhieb erschließt. Bosch verspricht eine zuverlässige Schirmung gegen durch Mobiltelefone hervorgerufene Interferenzen. Optional sind Funktionen wie elektronische Abstimmung, Chipkarten-Identifikation und integrierte Kanalwahl (bis zu 31 Dolmetscherkanäle zuzüglich Saalsprache) verfügbar.

Die zentrale Steuereinheit (Central Control Unit, CCU2) unterstützt beim Bosch DCN Next Generation System sowohl kabelgebundene als auch drahtlose Delegierteneinheiten. Über eine einzelne DCN CCU2 lassen sich bis zu 245 kabelgebundene und 245 drahtlose Sprechstellen steuern. Die drahtlose Signalübertragung wird durch einen Verschlüsselungsalgorithmus geschützt, so dass Abhörsicherheit gewährleistet ist.

Bei UN-Konferenzen und anderen Großvorhaben setzt Kuchem ausschließlich kabelgebundene Sprechstellen ein: „Bei langen Konferenztagen, die manchmal bis zu 16 Stunden dauern, wäre Akkutechnik mit Gedanken an das Handling und die Betriebssicherheit keine geeignete Lösung“, weiß Kuchem-Mitarbeiter Josef Walterscheid. „Man würde in einem großen Saal auch nachts dann keine mobilen Sprechstellen mehr einsammeln und morgens wieder aufstellen wollen …“

Für DCN Next Generation ist maßgeschneiderte Software verfügbar, welche die Konfiguration komplexer Aufbauten vereinfacht. Sprecherlisten, Abstimmungsergebnisse, Tagesordnungen und weitere Parameter werden in einer grafischen Übersicht dargestellt. Die Software-Suite wurde für eine Bedienung mit gängigen Touchscreen-Monitoren optimiert. XML-Streams sorgen für erweiterte Protokollierungsmöglichkeiten, und API-Funktionen ermöglichen eine Anbindung an Drittanbieteranwendungen.

Konferenztechnik im World CC Bonn
Matthias Schiedewitz

Das mit Infrarottechnologie arbeitende Sprach- und Audio-Distributionssystem Integrus spielt perfekt mit DCN Next Generation zusammen. Eventuell vorhandene Vorbehalte gegenüber der optischen Signalübertragung räumt Matthias Schiedewitz mit wenigen Worten aus: „Infrarottechnik ist abhörsicher, denn wer sich nicht im Raum befindet, kann auch nicht mithören. Bei unterschiedlichen Sessions in benachbarten Räumen müssen die Tagungsteilnehmer außerdem nicht den Empfangskanal an ihren Empfänger ändern, um das Geschehen bei einem Ortswechsel weiterhin in der gewünschten Sprache zu verfolgen.“ Kuchem hält rund 3.600 Integrus-Infrarotempfänger bereit.

Extraklasse!
Seit dem gelungenen UN-Debüt im Juni 2015 ist das World Conference Center Bonn als Location etabliert und setzt Maßstäbe für deutsche und europäische Tagungszentren. In einem Veranstaltungsort der Extraklasse muss auch die Technik höchsten Ansprüchen genügen, was gleichermaßen für Funktionalität und Zuverlässigkeit wie für das äußere Erscheinungsbild gilt – Konferenztechnik von Bosch versteht bei internationalen Großveranstaltungen in allen Punkten zu überzeugen.

Das könnte Sie auch interessieren: