Videosoftware

Vizrt im Einsatz beim neuen WELT-Studio

Vizrt, Anbieter von Software-defined Visual Storytelling (#SDVS)-Lösungen stattet das TV-Studio von WELT in Berlin mit softwarebasierten Produktionstools von Vizrt aus. Die automatisierte SMPTE 2110 NMOS-basierte Infrastruktur des deutschen Senders schaltet, komponiert und aktualisiert einen kompletten Broadcast-Output ohne den Einsatz eines Produktionsmischers.

WELT Nachrichtenstudio(Bild: WeltN24 GmbH / Anne Hufnagl)

Zusammen mit dem Integrator Qvest Media lieferte Vizrt eine Reihe von Software-Tools, um diesen Workflow-Fortschritt zu erreichen: Viz Mosart für die Automatisierung, Viz One für die Asset-Verwaltung, Viz Pilot Edge für Journalisten-Workflows, Viz Multiplay für die Steuerung von Videowand-Inhalten und Viz Engine für die Stromversorgung, Verbindung und Ausgabe.

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Thorsten Prohm, CTO bei Welt, sagte: „Die Erstellung einer Nachrichten-Sendeanlage ist selbst mit traditioneller Architektur eine technische Herausforderung. Was wir bei WELT erfunden haben, sind innovative Workflows für jeden Schritt, der nötig ist, um das Programm zu erstellen, das wir uns vorgestellt haben. Dies beeinflusste die Wahl der Journalisten- und Automatisierungstools und die Art und Weise, wie unsere Infrastruktur funktionieren muss und gesteuert werden kann. Unsere Absicht war es nicht, den Switcher zu eliminieren. Mit der Flexibilität und Funktionalität von Softwarekomponenten und der zugrundeliegenden IP-Infrastruktur gab es keinen Bedarf mehr. Mit Vizrt haben wir den richtigen Softwareanbieter gefunden, um dieses Projekt zu realisieren.“

Gerhard Lang, CTO bei Vizrt: „Die kreativen Köpfe hinter den Workflows und der Ästhetik von WELT traten mit einem Konzept an Vizrt heran, bei dem sie die volle Kontrolle über jeden Aspekt der Produktionskette übernehmen wollten. Gemeinsam entwarfen wir ein Setup, das vollständig softwarebasiert ist und ohne einen Produktionsmischer funktioniert. Eine technische Herausforderung wie diese erfordert nicht nur das Funktionieren der Module, sondern auch eine intensive Zusammenarbeit zwischen den Parteien. Wir sind glücklich und stolz, dass WELT uns als Partner für dieses bahnbrechende Projekt ausgewählt hat, um zu zeigen, was mit IP und Software möglich ist.“

Um ohne einen traditionellen Hardware-Produktionsswitcher arbeiten zu können, mussten die Planer bei WELT laut Vizrt von der Software her denken, um ihre Herausforderungen zu lösen. Die softwaredefinierten visuellen Storytelling-Tools von Vizrt sollten die Funktionalität und die Flexibilität bieten, die zum Erreichen dieses Ziels erforderlich sind. Alle Mix/Effekte (M/Es) und digitalen Videoeffekte (DVEs) sowie alle Inhalte für die beweglichen LED-Videowände und das virtuelle Studio werden mit Software erstellt. Die Journalisten von WELT nutzen vorlagengesteuerten Software-Storytelling-Tools, die mit ihrem NRCS verbunden sind und es ihnen ermöglichen sollen, von jedem Ort aus bis zur letzten Sekunde vor der Ausstrahlung zu arbeiten, um ihre Geschichten einzureichen und Inhalte zu liefern.

Die Vision von WELT beinhaltete automatisierte Arbeitsabläufe, die On-Air-Fehler ausschließen sollen. Das Studio-Setup verfügt nicht nur über 7 Roboterkameras, sondern auch über bewegliche, voll motorisierte LED-Panels und IP-gesteuerte Beleuchtung. Um seine Vision zu verwirklichen, nutzt der Sender Viz Mosart, um das Zusammenspiel zwischen vielen verschiedenen beweglichen Elementen zu orchestrieren. Die Inhalte auf den Videowänden werden ebenfalls durch Software gesteuert – einer Kombination aus Viz Multiplay und Viz Mosart.

Ein Leitprinzip des Projekts war es, die Leistung zu maximieren und gleichzeitig die Ressourcennutzung genau zu kontrollieren, um die betriebliche Effizienz zu optimieren. Das Setup nutze die Vorteile einer SMPTE 2110 NMOS-Infrastruktur mit Hilfe eines Orchestrators und eines Broadcast-Controllers  aus. Das Pooling von Eingängen für den schnellen Zugriff und für die Zuweisung durch NMOS spiele eine wichtige Rolle, um das Setup schlank und wendig zu halten. Das solle sicherstellen, dass nur die benötigte Bandbreite auf dem gesamten Weg durch die verbundene IP-Infrastruktur verwendet wird.

Die in der Installation eingesetzten, vollständig SMPTE 2110-kompatiblen Viz Engines führen neben der Grafikarbeit auch die Clip-Wiedergabe durch, was eine perfekte Synchronisation garantiere und die Kosten auf ein Minimum reduziere.

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