Neues Forschungsprojekt an der IST-Hochschule

Wie kulturelle Festivals das Ruhrgebiet verändern

Wie verändern Kulturfestivals Städte, die sich im Wandel befinden? Und welchen Beitrag leisten sie zur sozialen Integration und zur neuen Nutzung industriell geprägter Stadträume im Ruhrgebiet? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein neues Forschungsprojekt an der IST-Hochschule für Management, das mit finanzieller Unterstützung der Targobank startet.

Dirk Suceska (Pressesprecher Targobank, links) und Prof. Dr. Matthias Johannes Bauer (Leiter des Masterstudiengangs „Kommunikationsmanagement“ an der IST-Hochschule und Leiter des Projekts, rechts). (Bild: Targobank)

Das auf zwei Jahre angelegte Forschungsprojekt der IST-Hochschule untersucht, wie Festivals als Orte der Begegnung, Identifikation und Teilhabe wirken können. Im Fokus stehen ausgewählte Kulturveranstaltungen im Ruhrgebiet und insbesondere in Duisburg.

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Ermöglicht wird der Projektstart mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro der Targobank, die ihren größten Standort –das Kundencenter – mit rund 2.500 Mitarbeitenden in Duisburg im Herzen des Ruhrgebiets hat. Die Förderung dient als Anschubfinanzierung für die wissenschaftlich unabhängige Untersuchung, deren Ergebnisse sowohl für Kommunen als auch für Kulturakteure und die Zivilgesellschaft relevant sein sollen.

„Das Ruhrgebiet befindet sich seit Jahren im strukturellen Wandel. Kulturelle Veranstaltungen spielen dabei eine wichtige Rolle, wurden aber bislang wenig systematisch untersucht“, sagt Prof. Dr. Matthias Johannes Bauer, Leiter des Masterstudiengangs „Kommunikationsmanagement“ an der IST-Hochschule und Leiter des Projekts. Er forscht und lehrt seit 2018 zum Thema Festivalmanagement in einem mehrköpfigen Team. „Uns interessiert besonders, wie Festivals Räume neu aufladen, Menschen zusammenbringen und städtische Identität prägen“, ergänzt Festivalprofessor Bauer.

Methodisch setzt das Projekt auf qualitative Interviews, Beobachtungen vor Ort und die Auswertung bestehender Konzepte und Dokumente. Die Ergebnisse sollen in Fachpublikationen einfließen und öffentlich zugänglich gemacht werden, etwa in Form von Vorträgen, Workshops oder praxisnahen Berichten.

Langfristig soll das Projekt dazu beitragen, Festivals im Ruhrgebiet stärker als Impulsgeber für Stadtentwicklung, Integration und kulturelle Teilhabe sichtbar zu machen – und gleichzeitig eine belastbare wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Entscheidungen in Politik, Verwaltung und Kulturpraxis zu schaffen.

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