D.LIVE und knw. machen die Mitsubishi Electric Halle zur datengetriebenen Smart Venue
von Redaktion,
Mit KI-gestützter Besucheranalyse schafft D.LIVE, die auf Live-Entertainment und Sport spezialisierte städtische Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt Düsseldorf, erstmals eine belastbare Datengrundlage für Besucherströme, Aufenthaltsverhalten und operative Entscheidungen. Die Mitsubishi Electric Halle wird damit zum Referenzprojekt für datenbasierte Venue-Steuerung und Visitor Experience.
Die Mitsubishi Electric Halle (Bild: Jörg Eicker, Anke Hesse)
Wie wird aus einer Veranstaltungsstätte eine datengetriebene Smart Venue? Für D.LIVE beginnt die Antwort in der Mitsubishi Electric Halle. Gemeinsam mit knw. | the event performance analytics setzt der Düsseldorfer Venue-Betreiber erstmals auf eine umfassende KI-gestützte Analyse von Besucherströmen und Aufenthaltsverhalten. Ziel ist es, bisher nicht messbare Prozesse sichtbar zu machen und eine neue Grundlage für operative, strategische und sicherheitsrelevante Entscheidungen zu schaffen.
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Die Mitsubishi Electric Halle zählt zu den etablierten Eventlocations im D.LIVE-Portfolio. Wie viele Veranstaltungsorte stand jedoch auch sie bislang vor einer Herausforderung: Besucherbewegungen waren zwar erkennbar, konnten aber nur bedingt objektiv ausgewertet werden. Fragen zu Besucheraufkommen, Auslastungen, Aufenthaltszeiten oder Engpässen wurden häufig auf Basis von Erfahrungswerten und Einzelbeobachtungen beantwortet. Mit dem gemeinsamen Projekt entsteht nun erstmals eine systematische und datenbasierte Sicht auf das tatsächliche Besucherverhalten.
Besucherströme erstmals präzise messen statt beobachten
Im Eingangsbereich der Mitsubishi Electric Halle installiert knw. eine Vision-AI-Lösung zur präzisen Erfassung von Besucherströmen. Das System misst Ein- und Ausgänge in Echtzeit, analysiert Durchflussraten und macht zeitliche Spitzenbelastungen transparent. Dadurch erhält D.LIVE ein belastbares Verständnis darüber, wie viele Gäste die Venue tatsächlich betreten, zu welchen Zeitpunkten besonders hohe Besucheraufkommen entstehen und wie sich die Auslastung über den Veranstaltungsverlauf entwickelt. Für einen modernen Venue-Betrieb geht es dabei nicht nur um Besucherzahlen. Entscheidend ist die Fähigkeit, Bewegungen und Dynamiken zu verstehen, um den Betrieb flexibel und datenbasiert steuern zu können. Genau dafür schafft das Projekt die notwendige Grundlage.
Das Foyer als Schlüssel zur Visitor Experience
Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Foyer der Mitsubishi Electric Halle. Als zentraler Knotenpunkt der Besucherströme bildet dieser Bereich den Ausgangspunkt für die Analyse der gesamten Visitor Journey. Hier untersucht knw., wie lange Besucher in bestimmten Zonen verweilen, welche Wege sie nutzen und welche Bereiche besonders stark frequentiert werden.
Durch die Kombination unterschiedlicher Sensor- und Kameratechnologien entsteht ein detailliertes Bild der Nutzungsmuster innerhalb der Venue. Dadurch werden erstmals Zusammenhänge sichtbar, die für die Verbesserung des Besuchererlebnisses von hoher Relevanz sind. D.LIVE kann künftig besser verstehen, wie Wartezeiten, Besucheraufkommen, Catering-Angebote oder Personaleinsatz miteinander zusammenhängen und welche Maßnahmen die Aufenthaltsqualität für Gäste nachhaltig verbessern.
Von Einzeldaten zum ganzheitlichen Besucherbild
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist die systematische Strukturierung der Veranstaltungsfläche. Eingangsbereiche, Übergänge und Aufenthaltszonen werden klar definiert und miteinander verknüpft. Dadurch entsteht ein durchgängiges Bild der Besucherbewegungen über verschiedene Bereiche hinweg.
Darüber hinaus wird geprüft, welche bestehenden Systeme und Datenquellen in die Analysen integriert werden können. Ergänzende Informationen aus vorhandenen Kamerasystemen sowie externe Daten wie Wetter- oder Verkehrsinformationen ermöglichen zusätzliche Erkenntnisse über Einflussfaktoren auf Besucherströme und Aufenthaltsverhalten. Auf diese Weise entwickelt sich die Datenerfassung von einer isolierten Messung hin zu einem umfassenden Analyseökosystem für die Venue-Steuerung.
Mehr Transparenz für Sicherheit und Betriebssteuerung
Für D.LIVE ergeben sich aus dem Projekt konkrete operative Mehrwerte. Erstmals werden Besucherbewegungen in kritischen Situationen objektiv messbar. Engpässe, ungewöhnliche Entwicklungen oder veränderte Besucherdynamiken können frühzeitig erkannt und bewertet werden. Dies schafft eine deutlich bessere Informationsgrundlage für Sicherheitskonzepte und betriebliche Entscheidungen.
Gleichzeitig liefert die Analyse der Visitor Journey wichtige Erkenntnisse für die Steuerung des Veranstaltungsbetriebs. Lastspitzen können genauer prognostiziert, Personal ressourcenschonender eingesetzt und Besucherführungen gezielt optimiert werden. Auch die Abstimmung mit Behörden, Sicherheitsverantwortlichen und weiteren Partnern profitiert von belastbaren Daten anstelle von Annahmen.
Daten als Grundlage für bessere Entscheidungen
Mit dem Projekt verfolgt D.LIVE einen klaren strategischen Ansatz: Entscheidungen sollen künftig stärker auf objektiven Erkenntnissen basieren. Die gewonnenen Daten schaffen Transparenz über die tatsächliche Nutzung der Venue und ermöglichen eine kontinuierliche Weiterentwicklung von Betrieb, Servicequalität und Besuchererlebnis. Gleichzeitig dient die Mitsubishi Electric HALLE als Innovationsplattform für die Bewertung unterschiedlicher Technologien. Der parallele Einsatz verschiedener Sensor- und Kameralösungen liefert wertvolle Erkenntnisse über Datenqualität, Skalierbarkeit und Wirtschaftlichkeit unter realen Veranstaltungsbedingungen. Damit entstehen wichtige Grundlagen für zukünftige Smart-Venue-Konzepte innerhalb des D.LIVE-Portfolios.