Einheitliche AV für den Campus der Universität Leiden
von Redaktion,
Die Universität Leiden hat ihren neuen Campus Spui in Den Haag mit einer durchgängigen AV-Infrastruktur ausgestattet. Kern der Installation sind Matrixswitcher der Taurus-UCX-Reihe von Lightware, die in Hörsälen, Seminarräumen, Büros und Selbstlernbereichen für ein einheitliches Bedienkonzept sorgen sollen. Umgesetzt hat das Projekt der Systemintegrator Adaptable.
(Bild: Lightware)
Der Campus ist im Februar 2026 eröffnet worden, nachdem ein ehemaliges Kaufhaus umgebaut wurde. Rund 4.000 Studierende von Partnerinstitutionen wie der TU Delft, der Open Universiteit und dem LUMC nutzen den Standort. Die Anforderung lautete, über alle Raumtypen hinweg eine einheitliche und für Lehrende wie Studierende einfach nutzbare Ausstattung zu schaffen.
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Zwei Gerätevarianten je nach Raumtyp
Die Planung leitete Thijs van Veen, AV Project Leader der Universität. In größeren Hörsälen und hybriden Seminarräumen kommen Geräte vom Typ Taurus UCX-4×2-HC30D mit Dante- und AES67-Unterstützung zum Einsatz. In Standardräumen, Büros und kleineren Flächen arbeiten Modelle der Variante UCX-4×2-HC30. Wo bauliche Gegebenheiten längere Kabelwege erfordern, ergänzen Bundles vom Typ Taurus TPX-4×3-TX20-RX107 die Ausstattung.
„Wir haben uns vor allem wegen des universellen USB-C- und HDMI-Switchings sowie der BYOD-Fähigkeit für die Taurus-UCX-Reihe entschieden“, erläutert van Veen. Das System liefere unabhängig von Raumgröße und Funktion ein einheitliches Nutzungserlebnis. Ergänzend habe man einen eigenen Begrüßungsbildschirm eingerichtet, der die Nutzer bei der Auswahl der Quelle führt.
Ein Kabel für Video, Audio, Steuerung und Strom
Lehrende und Studierende schließen ihre Notebooks direkt an die Raumtechnik an. Video in 4K, Audio, Steuersignale und Stromversorgung laufen dabei über ein einziges Kabel. Die USB-Verbindung nach 3.1 Gen 1 überträgt mit bis zu 5 Gbit/s, die Videoübertragung unterstützt 4K bei 60 Hz mit 4:4:4-Abtastung. Auch der Wechsel zwischen mehreren Zuspielern ist möglich.
Die UCX-Geräte binden sich in das Q-SYS-Audiosystem der Universität ein, das DSP, Signalverteilung und Beschallung übernimmt. Damit sollen Bild und Ton in unterschiedlichen Raumtypen konsistent bleiben und Teilnehmer hybrider Veranstaltungen dieselbe Qualität erhalten wie das Publikum vor Ort.
Umbau bei laufender Baustelle
Als Umbauprojekt brachte die Installation Herausforderungen mit sich, unter anderem bei Lautsprecherpositionen, Kabellängen und der Abstimmung mit den parallel laufenden Bauarbeiten. Eine frühe Koordination mit Adaptable und den Baubeteiligten habe sichergestellt, dass alle Anforderungen erfüllt wurden, berichtet van Veen. Das System sei ohne Verzögerung in Betrieb gegangen.
Gegenüber den bisherigen Installationen sei das eine deutliche Verbesserung, vor allem durch das USB-Switching, ergänzt Colin Staphorst, AV-Techniker an der Universität. Zuvor habe es für jeden Umschaltvorgang separate Geräte gegeben, die aufwendig programmiert werden mussten. Nun folgten Audio und USB automatisch dem gewählten Videosignal.
Bei den Lehrenden komme vor allem die Ladefunktion über USB-C gut an, da sich damit das Mitführen eines Netzteils erübrige, so Staphorst weiter.
Nach Angaben der Universität nutzen inzwischen über 60 Prozent der Einrichtung die standardisierte Ausstattung. Langfristig sollen UCX und TPX die einzigen Signalmanagement-Geräte in 376 Lehrräumen sein, kündigt van Veen an.
Im Technikschrank der Lehrräume sitzt der Taurus-UCX-Switcher gemeinsam mit der übrigen Raumtechnik (Bild: Lightware)
Auf der leat con 26 vom 6.–8. Oktober in Hamburg ist Lightware Visual Engineering in Halle A4 an Staqnd G16 zu finden: Hallenplan