Cybersicherheit

Fachkräftemangel beeinträchtigt IT-Sicherheit in Unternehmen

Fehlendes Fachpersonal wird zunehmend zum Risiko für die IT-Sicherheit. Laut der aktuellen Studie „Cybersicherheit in Zahlen“ sehen 76 Prozent der befragten IT-Security- und Führungsverantwortlichen die Sicherheit ihrer Organisation durch Personalmangel beeinträchtigt. Gleichzeitig gewinnt künstliche Intelligenz sowohl bei Cyberangriffen als auch bei deren Abwehr an Bedeutung.

Kreisdiagramm zur Beeinträchtigung der IT-Sicherheit durch Fachkräftemangel: 44 Prozent sehen starke oder sehr starke Auswirkungen, 32 Prozent teilweise Auswirkungen
76 Prozent der befragten IT-Security- und Führungsverantwortlichen sehen die IT-Sicherheit ihrer Organisation durch den Fachkräftemangel zumindest teilweise beeinträchtigt. (Bild: G Data)

Für die sechste Ausgabe von „Cybersicherheit in Zahlen“ haben G DATA CyberDefense, brand eins und Statista mehr als 5.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland zu Cybersicherheit im beruflichen und privaten Umfeld befragt. Bei den IT-Security- und Führungsverantwortlichen geben 44 Prozent an, dass der Fachkräftemangel die IT-Sicherheit ihrer Organisation stark oder sehr stark beeinträchtigt. Weitere 32 Prozent sehen teilweise Auswirkungen.

Anzeige

Nach Angaben der Studienautoren fehlen unter anderem Beschäftigte, um sicherheitsrelevante Updates zeitnah einzuspielen und Warnmeldungen von Security-Lösungen zu bewerten. Damit werde IT-Sicherheit neben der eingesetzten Technologie zunehmend auch zu einer Frage der personellen Ressourcen und Qualifikation.

KI auf beiden Seiten

Gleichzeitig verändert künstliche Intelligenz die Bedrohungslage. 46 Prozent der Befragten betrachten organisierte Cyberkriminelle mit gezielten, profitorientierten Attacken als größte Gefahr. KI kann nach Einschätzung der Studie die Geschwindigkeit und Effizienz solcher Angriffe erhöhen, etwa beim Ausnutzen von Sicherheitslücken.

Auf der anderen Seite sehen die Befragten Potenzial für KI in der Cyberabwehr. 44 Prozent nennen die Früherkennung von Cyberangriffen als Bereich, in dem KI die IT-Sicherheit besonders verbessern kann. 34 Prozent nennen die Unterstützung bei der Auswertung großer Datenmengen. Jeweils 31 Prozent sehen Vorteile bei automatisierten Reaktionen auf Angriffe beziehungsweise bei der automatisierten Analyse von Sicherheitsvorfällen.

„Künstliche Intelligenz verändert die Bedrohungslage auf beiden Seiten: Cyberkriminelle können Angriffe schneller und effizienter durchführen. Gleichzeitig hilft KI dabei, Attacken früher zu erkennen und schneller darauf zu reagieren“, sagt Andreas Lüning, Mitgründer und Vorstand von G DATA CyberDefense.

Infografik zu KI in der IT-Sicherheit: 44 Prozent nennen die Früherkennung von Cyberangriffen, 34 Prozent die Auswertung großer Datenmengen und jeweils 31 Prozent automatisierte Reaktionen und Analysen.
Bei der Cyberabwehr sehen die Befragten das größte KI-Potenzial in der Früherkennung von Angriffen sowie bei der Auswertung großer Datenmengen. (Bild: G Data)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.