Die Cyberresilienz deutscher Unternehmen ist noch ausbaufähig
von Redaktion,
Viele deutsche Unternehmen haben bei ihrer Cyberresilienz noch Nachholbedarf. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Dell Technologies unter weltweit befragten Organisationen, darunter 100 IT-Entscheider aus deutschen Einrichtungen des öffentlichen und privaten Sektors mit jeweils mehr als 1.000 Mitarbeitern.
(Bild: Dell Technologies)
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Zwar verfügen laut Studie alle befragten deutschen Organisationen über eine formelle Cyberresilienz-Strategie, deren Wirksamkeit ist jedoch sehr unterschiedlich. 59 Prozent gaben an, bei einer Übung oder einem realen Sicherheitsvorfall zuletzt nicht in der Lage gewesen zu sein, Schäden wirksam zu begrenzen und betroffene Systeme schnell wiederherzustellen.
Ein Grund dafür könnte die geringe Testfrequenz sein. Nur 18 Prozent der deutschen Unternehmen simulieren monatlich oder häufiger Cyberangriffe, um ihre Strategien zu überprüfen. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass Organisationen mit häufigen Tests bei der Eindämmung und Behebung von Vorfällen deutlich erfolgreicher sind als Unternehmen mit unregelmäßigen Übungen.
Auch beim Thema Backup sieht Dell Technologies Schwachstellen. 83 Prozent der Befragten wissen zwar, dass Angreifer bei Ransomware-Attacken gezielt Sicherungskopien ins Visier nehmen, dennoch räumt die Hälfte ein, die eigenen Backupdaten nicht ausreichend zu schützen. Nur 49 Prozent setzen intensiv KI ein, um Backups auf Sicherheitsverletzungen zu prüfen, und lediglich 45 Prozent verfügen über eine hohe Transparenz bei verdächtigen Aktivitäten oder kompromittierten Daten in ihren Backup-Systemen.
Zudem zeigt sich ein Ungleichgewicht zwischen Prävention und Resilienz: 70 Prozent der Unternehmen investieren nach eigener Aussage mehr in die Abwehr von Angriffen als in die Vorbereitung auf erfolgreiche Attacken. Laut Dell führt diese Schieflage dazu, dass Resilienzmaßnahmen oft unterfinanziert, zu selten getestet und strategisch nachrangig behandelt werden.
„Cyberattacken werden immer ausgefeilter und können auch von den besten Abwehrmaßnahmen oft nicht gestoppt werden“, warnt Christian Scharrer, Enterprise Architect und CTO Ambassador bei Dell Technologies. Wenn Prävention versage, seien ausgereifte Fähigkeiten zur Eindämmung und Wiederherstellung entscheidend. Unternehmen, die vorausschauend planen, gezielt investieren und ihre Resilienz regelmäßig testen, könnten Ausfallzeiten, Datenverluste und geschäftliche Schäden deutlich reduzieren.
Die vollständigen globalen und regionalen Studienergebnisse stellt Dell Technologies online zur Verfügung