Der TV-UHF-Frequenzbereich von 470 bis 694 MHz ist seit Jahren das Rückgrat für drahtlose Produktionsmittel (PMSE) wie Funkmikrofone, Bodypacks und In-Ear-Monitoring. Mit entsprechender Koordinierung und präziser Frequenzplanung können Rundfunk und PMSE in diesem Spektrum parallel und störungsfrei betrieben werden. Doch der Druck auf diesen Frequenzbereich wächst: Neben TV und PMSE melden zunehmend auch der öffentliche Mobilfunk, der Behördenfunk (BOS) und das Militär ihren Bedarf an.
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in weiterer Zugriff auf dieses Spektrum würde jedoch zu einem erneuten massiven Verlust an nutzbaren Frequenzen für PMSE führen. Bereits durch die Digitalen Dividenden I und II sind große Teile des UHF-Bereichs unterhalb von 1 GHz für die Event- und Produktionsbranche weggefallen – mit spürbaren Folgen für Planungssicherheit und Betrieb.
Der Vortrag von Prof. Georg Fischer auf der LEaT X beleuchtet zunächst die besonderen technischen Anforderungen der Funkübertragung für PMSE und erklärt, warum diese Anwendungen auf genau diesen Frequenzbereich angewiesen sind. Dabei wird deutlich, weshalb ein Ausweichen auf höhere Frequenzen oder eine Integration von PMSE in Mobilfunknetze keine praktikablen Lösungen darstellen.
Darüber hinaus zeigt der Vortrag Alternativen für jene Funksysteme auf, die aktuell in den TV-UHF-Bereich drängen. Insbesondere wird erläutert, warum niedrige Frequenzen für den Mobilfunk langfristig unattraktiv sind: Größere Wellenlängen erfordern größere Antennen und stehen damit im Widerspruch zur Weiterentwicklung moderner Mehrantennentechnologien wie Massive MIMO oder Extreme MIMO.
📍 Main Stage 🗓 4. März ⏰ 16:15–16:45 Uhr
Ein wichtiger Impuls für alle, die sich mit drahtloser Audiotechnik, Frequenzmanagement und den zukünftigen Rahmenbedingungen für PMSE beschäftigen.