Workday-Studie

Unternehmen lassen KI-Gewinne liegen

Eine neue globale Studie von Workday zeigt, dass Künstliche Intelligenz zwar messbare Produktivitätsgewinne ermöglicht, viele Unternehmen deren wirtschaftlichen Nutzen jedoch nicht vollständig realisieren. Mitarbeitende sparen mit KI Zeit, doch ein erheblicher Teil dieser Gewinne wird durch Nachbesserungen wie Fehlerkorrekturen, Umschreiben und Validierung von KI-Outputs wieder aufgezehrt.

Zwei Frauen im Gespräch(Bild: Workday)

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Die Untersuchung mit dem Titel „Jenseits von Produktivität: Was KI wirklich wert ist“ kommt zu dem Schluss, dass erfolgreiche Organisationen sich nicht auf den reinen KI-Einsatz beschränken. Stattdessen investieren sie die gewonnene Zeit gezielt in Qualifizierung, neue Rollenprofile und moderne Arbeitsweisen, um aus Geschwindigkeit nachhaltigen Geschäftswert zu machen.

„Zu viele KI-Tools verlagern Fragen zu Vertrauen, Genauigkeit und Wiederholbarkeit auf einzelne Nutzer“, sagt Gerrit Kazmaier, President Product and Technology bei Workday. Workday verfolge dagegen einen menschenzentrierten Ansatz, bei dem KI komplexe Aufgaben im Hintergrund übernehme, damit sich Anwender auf Urteilskraft, Kreativität und Zusammenarbeit konzentrieren könnten.

Für Deutschland zeichnet die Studie ein gemischtes Bild. Rund 79 Prozent der Befragten berichten von spürbaren Produktivitätsgewinnen durch KI in den vergangenen zwölf Monaten. Gleichzeitig geben 44 Prozent an, ein bis zwei Stunden pro Woche für Nachbesserungen KI-generierter Inhalte aufzuwenden. Etwa 36 Prozent nutzen KI-Tools täglich in ihrer Arbeit.

Auffällig ist zudem eine Diskrepanz bei der Weiterbildung: 59 Prozent der Führungskräfte sagen, ihr Unternehmen priorisiere Reinvestitionen in Qualifizierung. Auf Mitarbeiterseite nehmen dies jedoch weniger als die Hälfte (44 Prozent) so wahr. Insgesamt investieren Unternehmen eingesparte Mittel häufiger in Technologie (39 Prozent) als in die Weiterentwicklung ihrer Belegschaft (30 Prozent). In 32 Prozent der Fälle steigt stattdessen schlicht die Arbeitslast.

Organisationen mit positiven KI-Erfahrungen zeigen laut Studie ein anderes Muster. Dort nutzen Mitarbeitende die gewonnene Zeit häufiger für Analysen, strategisches Denken und fundiertere Entscheidungen (57 Prozent). Zudem berichten sie deutlich öfter von erweiterten Weiterbildungsangeboten (79 Prozent).

Das Fazit der Studie: Unternehmen, die KI-Gewinne als strategische Ressource begreifen und systematisch in Kompetenzen, Zusammenarbeit und urteilsgestützte Tätigkeiten investieren, erzielen den größten Nutzen. Die gezielte Reinvestition in Menschen gilt dabei als zentraler Hebel, um Nachbesserungen zu reduzieren und aus KI-Tempo nachhaltigen Geschäftswert zu generieren.

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