Was bislang nach Science-Fiction klang, wird nun Realität: Mit der neu entwickelten „Beam Hair“-Technologie präsentiert der Lautsprecherhersteller Pan Acoustics eine nach eigenen Angaben weltweit einzigartige Methode zur Förderung des Haarwachstums – basierend auf präzise gesteuertem Ultraschall.
(Bild: Pan Acoustics)
Im Zentrum der Innovation stehe eine speziell entwickelte Haube, die äußerlich an ein medizinisches EEGSystem erinnert. Über mehrere CAT-Kabel werde Energie mittels PoE++ (Power over Ethernet) zugeführt, wodurch gerichtete Schallwellen im unteren Ultraschallbereich mit hoher Intensität direkt auf definierte Areale der Kopfhaut übertragen werden können. Diese sogenannte Beam Steering Technologie erlaube eine punktgenaue Bestrahlung einzelner Zonen, wodurch die Durchblutung gezielt angeregt und die Haarwurzeln nachhaltig stimuliert werden sollen.
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„Unsere Untersuchungen zeigen, dass die Haarfollikel durch die akustische Mikrostimulation in einen verlängerten Wachstumszyklus übergehen können – im Idealfall bis zum Vierfachen der üblichen Haltedauer“, erklärt ein Sprecher des Unternehmens. Erste interne Studien deuteten zudem darauf hin, dass sogar die Neubildung von Haaren angeregt werden könne.
Bild: copyright by DIE ATEMRÄUBER
Stirnglatze vor der Behandlung mit „Beam Hair“
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Erste Erfolge nach drei Sitzungen
Ein überraschender, aber entscheidender Bestandteil der Technologie sei die akustische Signalquelle: Besonders effektiv zeige sich laut Entwicklern die Übertragung ausgewählter Titel aus dem Kultmusical Hair sowie die Coverversion von Pink Floyds „Wish You Were Here“ in „Wish There Were Hair“. Die spezifischen Frequenzverläufe und rhythmischen Strukturen scheinen optimal mit den Resonanzeigenschaften der Kopfhaut zu interagieren.
Angesichts des enormen Marktpotenzials habe Pan Acoustics das Verfahren bereits zum Patent vorbereitet. Für die Weiterentwicklung der „Beam Hair“-Haube befinde sich das Unternehmen aktuell in Gesprächen mit einem ebenfalls in Wolfenbüttel ansässigen Spezialisten für Beautytechnologie. In einer geplanten zweiten Ausbaustufe soll die Technologie zusätzlich mit Microneedling kombiniert werden. Durch die mechanische Mikroperforation der Haut könnten die akustischen Impulse noch eff ektiver in tiefere Gewebeschichten eindringen und so die Ergebnisse weiter verbessern. Branchenbeobachter sprechen bereits von einem möglichen Paradigmenwechsel in der nicht-invasiven Haartherapie. Ob sich „Beam Hair“ tatsächlich als neue Standardlösung etablieren kann, bleibe abzuwarten – das Interesse aus Forschung und Industrie sei jedoch bereits jetzt enorm.