Sponsored ContentGroßbildsensoren in der Live-Produktion: Das Für und Wider in der Praxis

Live-Produktionen gibt es seit Jahrzehnten – beim Sport, bei Shows oder anderen Veranstaltungen, die „ganz frisch“ auf den heimischen Bildschirmen zu sehen sein sollen oder müssen. Während am Anfang die Sender solche Produktionen meist selbst realisierten, kamen mit mehr Videoaufzeichnungen auch mehr Dienstleister auf den Markt, die diese Aufgabe übernahmen.

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Mit der Nachfrage nach dem Kino-Look mit geringer Schärfentiefe kam die Umstellung auf Großbildsensoren. Vor allem unsere Kunden im Bereich  Multicam Live- sowie Industrie- und Dokumentarproduktionen haben den Großbildsensorlook kennen und lieben gelernt. Nach einigen Tests fiel die Entscheidung, die Produktionen künftig mehr und mehr auf Großbildsensoren umzustellen. Seit Ende 2015/Anfang 2016 ist bei uns der Multicambetrieb komplett auf Großbildsensoren auf Basis der Arri Amira und Arri Alexa Mini umgestellt.

Regie beim Tommorrowland Unit Festival
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Die Regie beim Tommorrowland Unit Festival – Gelsenkirchen in der Veltins Arena

Derzeit besteht das Kamera-Setup in der Live-Produktion in der Regel aus acht Kameras. Hiervon sind zwei Alexa Minis im Einsatz, die mit demselben ALEV III Sensor wie die Arri Amira Schulterkameras ausgestattet. Die mini Alexas werden für Spezialanwendungen wie Drohne und Cable Cam eingesetzt, können aber auch zur Schulterkamera umgebaut werden, hier freuen sich die Kameraleute natürlich über die enorme Gewichtseinsparung gegenüber der Amira.

Die Schärfe zu finden und mitzuführen, stellt hohe Ansprüche an die Kameraleute.
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Die Schärfe zu finden und mitzuführen, stellt hohe Ansprüche an die Kameraleute.

Der Einsatz der Großbildsensoren bringt sowohl Vorteile wie den hohen Dynamikumfang und die geringe Tiefenschärfe, letzteres sorgt allerdings auch für Probleme im Livegeschäft.

Das Datenmanagement und Verarbeitung im Livebetrieb spielen eine bedeutende Rolle und müssen neu definiert werden. Je nach Anforderungen werden die Daten im Pro-Res-Codec in den verschiedenen Datenraten bis 4K 60P genutzt.

Sowohl bei der Alexa als auch bei der Amira besteht die Möglichkeit, Full-HD, 2K, 3,2K oder 4K aufzuzeichnen oder auch auszugeben. Die Zukunft wird – so deutet es sich für uns an – ganz klar 4K 60P werden – gerade im Konzertbereich – da beispielsweise Anbieter wie Netflix nur noch Material in 4K annehmen.

Andreas Schech
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Autor dieses Beitrags: Andreas Schech – Gründer und Geschäftsführer der VPS Media Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft mit Sitz in Höchst im hessischen Odenwald.

 

Über Teltec AG
Die Teltec AG ist der führende, herstellerunabhängige Systemlieferant rund um das bewegte Bild. Zum Produktportfolio des Unternehmens zählen die wichtigsten Hersteller professioneller Produktions-, Postproduktions-, Archivierungs- und Distributionstechnologien. Der umfangreichste Webshop sowie der einzige herstellerübergreifende Produktkatalog der Branche zählen zu den Alleinstellungsmerkmalen des seit 1993 am Markt agierenden Unternehmens.

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