AV over IP

AIMS zertifiziert 14 weitere IPMX-Produkte

Die Alliance for IP Media Solutions (AIMS) hat die Ergebnisse ihres zweiten IPMX Product Certification Test Events veröffentlicht. Acht Hersteller reichten insgesamt 14 Produkte ein, alle bestanden die Prüfung und dürfen künftig das IPMX-Branding tragen. Der offene Standard überträgt den auf SMPTE ST 2110 basierenden Medientransport und die NMOS-Steuerung aus dem Broadcast in ProAV-Umgebungen und soll dort herstellerübergreifende Interoperabilität sicherstellen.

Lobby mit moderner AV-Installation mit zahlreichen Displays.(Bild: AIMS)
Das Testevent fand vom 24. bis 28. August 2026 in der Zentrale der European Broadcasting Union (EBU) in Genf statt. Die EBU fungiert als unabhängige Zertifizierungsinstanz für IPMX und führte die Tests in ihren Räumlichkeiten durch, während AIMS das Zertifizierungsprogramm insgesamt verantwortet. Teilnahmeberechtigt waren Mitgliedsunternehmen von AIMS, VSF und AMWA.

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Zertifiziert wurden Lösungen von Bridge Technologies, Cobalt Digital, EvertzAV, ITDev, intoPIX, Matrox Video, Macnica und PlexusAV. Die Prüfungen umfassten neben den IPMX-Basisanforderungen auch unkomprimiertes Video und Audio, das JPEG-XS-Profil, den Profilmodus JPEG XS TDC sowie die Funktionen HKEP und PEP. Die zertifizierten Produkte und ihre jeweils geprüften Fähigkeiten sind im IPMX-Zertifizierungsregister unter registry.ipmx.io/registry einsehbar.

Es handelt sich um die zweite Veranstaltung dieser Art nach der Auftaktsession im Januar 2026, bei der 48 Produkte von zehn Herstellern zertifiziert wurden. Nach Angaben von AIMS setzt das Programm damit den Übergang von informellen Plugfests hin zu einem formalisierten, wiederholbaren Zertifizierungsverfahren fort. Integratoren und Endkunden sollen so eine unabhängige Grundlage erhalten, um IPMX-Interoperabilität zu überprüfen.

„Interoperabilität lässt sich leicht behaupten und nur schwer nachweisen. Dieses Programm liefert der Branche eine unabhängige Antwort“, unterstreicht Sam Recine, Chair der IPMX Pro AV Working Group bei AIMS. Die Produkte würden von der EBU gegen veröffentlichte Anforderungen getestet, die Ergebnisse seien öffentlich einsehbar. Genau das benötigten Einkäufer, um IPMX mit Vertrauen ausschreiben zu können. Recine dankt zudem VSF, EBU und den Mitgliedsunternehmen für technische Beiträge, Testinfrastruktur sowie Timing- und Netzwerk-Expertise.

Weiterführende technische Informationen zu IPMX stellt AIMS hier bereit, den veröffentlichten IPMX-Testplan gibt es hier.

Rundes Zertifizierungslogo mit IPMX-Schriftzug(Bild: AIMS)

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