Nchhaltigkeit

PPDS überträgt Öko-Prinzipien auf gesamtes Portfolio

PPDS führt für Philips Professional Displays das Rahmenwerk ReDesign ein. Es baut auf dem bisherigen EcoDesign-Ansatz auf, der bislang einzelne Modelle betraf, und soll künftig auf die gesamte Produktpalette angewendet werden. Abgedeckt werden dabei Konzeption, Fertigung, Verpackung, Auslieferung, Installation, Fernwartung und Recycling.

Display an Wand im Ziegel-Look. IM Display ist eine Frau vor tropischen Pflanzen zu sehen(Bild: PPDS)

Das Rahmenwerk beruht auf sechs Prinzipien. Reduce zielt auf weniger Material und geringeren Energiebedarf in Herstellung und Betrieb, Reuse auf längere Produktlebenszyklen mit modularen oder aufrüstbaren Komponenten. Repair steht für leichtere Reparierbarkeit, Refurbish für die Aufarbeitung und Weiterverwendung durch neue Besitzer. Recycle betrifft den Einsatz recycelter und biobasierter Materialien, Reinvent schließlich bündelt die übrigen Ansätze für künftige Produkte und Geschäftsmodelle.

Anzeige

Vorbild EcoDesign-Display

Ausgangspunkt war die 2023 vorgestellte QE-Line in EcoDesign-Ausführung. Diese liefere dieselbe Leistung wie die entsprechende Signage-3000-Serie, verbrauche aber bis zu 50 Prozent weniger Strom, erläutert Andrea Barbuti, Global Product Manager EMEA bei PPDS. Der Ansatz habe nicht nur die eigene Nachhaltigkeitsbilanz verbessert, sondern auch Maßstäbe für die Branche gesetzt.

Man übertrage diese Erkenntnisse nun auf alle aktuellen Displays, ergänzt Barbuti. Es gebe keinen Grund, Nachhaltigkeit auf ein einzelnes Produkt zu beschränken.

Produkte nach der ReDesign-Methodik werden nach Angaben des Unternehmens bereits gefertigt und ausgeliefert. Als Beispiele nennt PPDS die auf der InfoComm 2026 vorgestellte Signage-7000-Serie sowie die zuvor eingeführten Serien Signage 5000 und Signage 2000. Die Fertigung erfolgt über das Netzwerk der Muttergesellschaft TPV mit Standorten in Europa, Amerika, Indien, im asiatisch-pazifischen Raum und in China.

184 Tonnen CO₂ weniger pro Jahr

Über die Geräte hinaus betrifft der Ansatz auch die Verpackung. Die Formate wurden verkleinert, ohne die Schutzwirkung zu beeinträchtigen, verwendet wird recycelter brauner Karton, die Verpackung kommt nahezu ohne Kunststoff aus. Durch verbesserte Palettierung ergibt sich nach Berechnung des Unternehmens eine jährliche Einsparung von rund 184 Tonnen CO₂ nach dem Tank-to-Wheel-Ansatz sowie von etwa 107 Tonnen Holz.

Nachhaltigkeit sei kein Schlagwort, sondern eine geschäftliche Notwendigkeit, die die Zukunft der Branche prägen werde, betont Stefan van Sabben, Global Director CSR and Sustainability bei TPV. Echter Fortschritt erfordere langfristiges Engagement statt kurzfristiger Initiativen oder schlagzeilenträchtiger Behauptungen.

Es gehe nicht allein darum, Kunststoff oder Energieverbrauch zu reduzieren, sondern darum, jede Phase des Produktlebenszyklus neu zu denken, resümiert Vicky Fox, Head of Communications bei PPDS. Die Verantwortung ende nicht mit dem Verkauf.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.