Am 15. Oktober 2026 erscheint Version 2.0 von Grapes 3D Audio Control. Die plattformübergreifende Software des Leipziger Anbieters Not a Number – zu erleben auf der leat con 26 – arbeitet als herstellerübergreifende Steuerebene für räumliches Audio und spricht nach Angaben des Unternehmens inzwischen mehr als 15 professionelle 3D-Audio-Engines an. Der Ansatz zielt darauf, Produktionen unabhängig von einem bestimmten Rendering-System zu machen.
(Bild: Not a Number GmbH)
Zu den unterstützten Systemen zählen Adamson FletcherMachine, ADM, Amadeus Acoustics, Astro Spatial Audio, d&b Soundscape, Fohhn Gallery, ICST AmbiEncoder, IEM MultiEncoder, Pan Immerse 4D Audio, Panoramix, SIAP AVA Spatial, SpatGRIS, Spatial Audio Designer, Spat Revolution, TiMax2 und Vivace. Hinzu kommt die Kompatibilität mit dem Dolby Atmos DAW Panner. Inhalte lassen sich damit laut Hersteller zwischen unterschiedlichen Hardware- und Software-Umgebungen übertragen.
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Auf der leat con 26 ist Grapes bei Pan Acoustics in Halle A4, Demoraum “Nord” zu erleben.
Steuerung über OSC und Timecode
Mit Version 2.0 baut der Anbieter die Anbindung an bestehende Infrastrukturen aus. Sämtliche Parameter sind über OSC adressierbar. Die OSC-Integration der Presets wurde erweitert und umfasst nun auch die Steuerung von Mute und Solo. Hinzu kommt die Unterstützung der Timecode-Formate LTC und MTC.
Damit lässt sich Grapes nach Angaben des Unternehmens in Licht-, Medien- und Show-Control-Systeme einbinden und fungiert als verbindende Schicht zwischen Audio-Engines, DAWs und Show-Infrastruktur.
Auf der Bedienseite führt die Version eine dreidimensionale Arbeitsumgebung ein. Im sogenannten 3D Canvas lassen sich Klangobjekte direkt im virtuellen Raum positionieren und bewegen, statt über die bisherige Draufsicht und abstrakte Parameter. Tiefenstaffelungen und Bewegungsbahnen werden dabei unmittelbar visuell dargestellt.
Audiosignale als Steuerdaten
Neu ist außerdem die Funktion Audio Reactivity. Sie erlaubt es, Audiosignale in Echtzeit als Steuerdaten zu verwenden und damit Bewegungen, Parameter und räumliche Dynamiken zu beeinflussen. In Verbindung mit neuen Verhaltensregeln sollen sich so adaptive Systeme aufbauen lassen, in denen Klangstrukturen auf externe Impulse reagieren.
Als Anwendungsfelder nennt Not a Number unter anderem Museen und Ausstellungen, Theater und Oper, immersive Installationen für Showrooms und Messen sowie Live-Produktion, Forschung und Lehre. Mit Version 2.0 stellt der Anbieter zugleich auf ein Abonnementmodell mit überarbeiteter Preisstruktur um.
Über das OSC-Panel lassen sich Verbindungen zu externen Rendering-Systemen anlegen, hier zu einer ADM-Instanz (Bild: Not a Number GmbH)