Starke Zuwächse aus Lateinamerika und Osteuropa

Deutsche Messen mit mehr internationalen Ausstellern

Aus allen Weltregionen kamen im vergangenen Jahr mehr Aussteller auf Messen in Deutschland. Insgesamt waren rund 118.000 ausländische Aussteller auf den 178 internationalen und nationalen Messen vertreten, 4,4 % mehr als noch bei den jeweiligen Vorveranstaltungen. Das ergaben Berechnungen des AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft.

IDS 2019 Koelnmesse Stand: PLANMECA , Halle 11.1(Bild: Koelnmesse GmbH, IDS, Harald Fleissner)

Top-Wachstumsregion war 2018 nicht Asien, sondern Lateinamerika (+16 %), gefolgt von Afrika (+10 %). Hauptgrund für die starke Position Lateinamerikas war die Rolle Mexikos als Partnerland der Hannover Messe 2018. Vor allem dadurch kam Mexiko auf insgesamt 502 Aussteller (+62 %) gegenüber den jeweiligen Vorveranstaltungen. Aber auch Kolumbien (+50 %) und Chile (+19 %) legten stark zu, während Brasilien nur +3 % erreichte und Argentinien um 14 % zurückfiel. Die Volksrepublik China war mit 4.000 Beteiligungen Vorsprung erneut wichtigstes Ausstellerland bei einem gleichzeitigen Wachstum um 7 %.

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Auch andere der 20 größten Ausstellerländer verzeichneten teils deutliche Zuwächse wie Spanien (+5 %), die Türkei (+10 %) und die Republik Korea (+11 %). Bemerkenswert sind außerdem das 28 %-Wachstum der russischen Beteiligungen und ein Plus von 43 % für die Ukraine, deren Exporteure sich offensichtlich stärker nach Westen orientieren.

Dem gegenüber standen auch Länder mit teils deutlichen Rückgängen, wie etwa Großbritannien mit -5%. Welche Rolle hier die Unklarheiten über den Austritt aus der EU spielten, ist allerdings schwer nachzuweisen.

Der deutliche Anstieg der Beteiligungen aus Afrika basiert vorrangig auf Zuwächsen der ohnehin wichtigsten Ausstellerländer Südafrika (+13 %), Ägypten (+10 %) und Marokko (+9 %). Außerdem starteten einige Länder in Zentralafrika Exportinitiativen.

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Unter den Kontinenten und Wirtschaftsregionen hatten, neben Lateinamerika und Afrika, die europäischen Nicht-EU-Länder (+11 %), Süd-Ost-Zentral-Asien und der Nahe Osten (je 6 %) die stärksten Zuwächse; die EU kam auf +2 %.

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