Meeting- & EventBarometer Frankfurt 2025

Frankfurter Veranstaltungsmarkt wächst

In Frankfurt am Main fanden im vergangenen Jahr 74.862 Veranstaltungen mit 7,92 Mio. vor Ort-Teilnehmenden statt. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Meeting- & EventBarometers (MeBa) Frankfurt 2025, der offiziellen Kongress- und Event-Statistik. Während die absolute Zahl der Veranstaltungen im Vergleich zum Vorjahr mit 1,5 % leicht zunahm, erreichte die Zahl der Teilnehmenden vor Ort mit einem Plus von 12,4 % einen neuen Höchstwert. 

Blick auf Frankfurt vom Main(Bild: #visitfrankfurt plazy / Isabela Pacini)

Drei Viertel aller Veranstaltungen in Frankfurt waren 2025 beruflich motiviert. Besonders stark vertreten waren Kongresse, Tagungen und Seminare: Sie machten 63,9 % des Veranstaltungsgeschehens aus. Damit lag Frankfurt über dem deutschen Durchschnitt. Der Großteil der Veranstaltungen entfiel auf kleinere Formate mit bis zu 100 Teilnehmenden (63,6 %). Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchenden machten 2,7 % aus. Dazu zählte unter anderem der Finanzkongress Sibos, zu dem rund 12.500 Gäste aus aller Welt nach Frankfurt reisten. Auch der „29th European Congress of Obstetrics and Gynaecology (EBCOG)“ sowie „This is Marketing“ zogen jeweils Tausende Teilnehmende in die Mainmetropole. 

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„Diese Entwicklung unterstreicht Frankfurts Bedeutung als internationaler Meetings- und Tagungsstandort.“, so Jutta Heinrich, Leiterin der Abteilung Frankfurt Convention Bureau der Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main (TCF). „Die hervorragende Erreichbarkeit, die hier angesiedelten Firmen und Verbände sowie das breite Angebot an Hotelkapazitäten sind starke Argumente für unsere Stadt.“ Dies zeigt sich auch am hohen Anteil internationaler Teilnehmender bei Business-Veranstaltungen: In Frankfurt lag dieser bei 20,3 %, während der bundesweite Durchschnitt 13,5 % betrug. 

Veranstalter waren sowohl in Frankfurt am Main als auch bundesweit überwiegend Unternehmen. In der Mainmetropole stieg der Anteil der Firmen-Veranstalter im Vergleich zu den Vorjahren deutlich (+12,6 %) und lag mit 69,6 % auch 2025 weit über dem deutschen Durchschnitt (52,5 %). Zu den wichtigsten Branchen, die 2025 Veranstaltungen in Frankfurt organisierten, zählen der Finanzsektor, die Chemie- und Pharmaindustrie, die IT und Telekommunikationsbranche sowie der Beratungsbereich. Dies spiegelt die regionalen Fokusbranchen wider und zeigt Frankfurts starke Position als Wirtschaftsstandort. 

Darüber hinaus gewinnen laut MeBa Themen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz in der Veranstaltungswirtschaft weiter spürbar an Bedeutung. In Frankfurt zeigt sich diese Entwicklung besonders deutlich bei der Nutzung KI-gestützter Anwendungen: 84 % der befragten Anbieterbetriebe setzen bereits allgemeine KI-Anwendungen ein – und damit deutlich häufiger als im deutschlandweiten Vergleich. 

 Auch der Blick auf das laufende Jahr fällt positiv aus. In Frankfurt am Main gehen 71 % der Anbieterbetriebe von einer guten oder sehr guten Buchungslage im Jahr 2026 aus. Unter den Veranstaltenden bewerten 89 % die aktuelle Veranstaltungslage als gut oder sehr gut. Insgesamt rechnen die Branchenakteure mit mehr Veranstaltungen und Gästen als im Vorjahr und erwarten insbesondere einen Zuwachs bei internationalen Teilnehmenden aus Europa. 

Diese positive Einschätzung unterstreicht die strategische Ausrichtung der Stadt und gibt Rückenwind für die langfristige Weiterentwicklung des Kongress- und Tagungsstandorts Frankfurt. „Mit dem Masterplan Tourismus Frankfurt am Main 2030 verfolgen wir eine klare Vision”, sagt Thomas Feda, Geschäftsführer der TCF. „Wir wollen Frankfurts Position als führender Tagungs- und Kongressstandort in Deutschland weiter ausbauen und zu den Top-10-Kongresstädten Europas aufschließen. Die aktuellen Zahlen bestätigen diesen Kurs. Sie zeigen, dass wir die internationale Wahrnehmung Frankfurts kontinuierlich stärken – nicht zuletzt dank der engen Zusammenarbeit mit unseren wichtigsten Partnern in der Stadt, darunter die Messe Frankfurt, die Hotellerie sowie die Eventlocations und -dienstleister.” 

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