Onlineumfrage

Kommunikationsbranche: Viele offene Stellen, langes Warten auf neue Mitarbeitende

Der Fachkräftemangel ist derzeit das Top-Thema in der Kommunikationsbranche. Das hat bereits die DMEXCO Trendumfrage Anfang 2022 gezeigt. Eine neue, repräsentative Onlineumfrage von Civey im Auftrag der DMEXCO bestätigt nun: In knapp der Hälfte der Unternehmen der befragten Marketer und Kommunikationsexpert:innen gibt es derzeit offene Stellen. Etliche Unternehmen benötigen fünf Monate und mehr, um Positionen neu zu besetzen. Noch setzen Unternehmen stark auf Stellenanzeigen bei der Personalsuche.

Bewerbung-Mitarbeiter-Gespräch-Handschütteln-Business-Vertrag(Bild: Pexels)

Laut der im März 2022 durchgeführte Onlineumfrage von Civey berichten 48% der befragten Fachkräfte in Kommunikation, PR, Medien und Marketing von offenen Stellen im eigenen Unternehmen. Und die Suche nach qualifizierten Mitarbeitenden zieht sich zunehmend in die Länge: 29% der Befragten gaben an, dass die Neubesetzung einer ausgeschriebenen Stelle durchschnittlich drei bis sechs Monate dauert. 7% benötigen mehr als ein halbes Jahr und 6% der Unternehmen können offene Stellen gar nicht mehr besetzen. Nur 22% finden innerhalb von zwei Monaten geeignetes Personal.

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Großes Spektrum an Zusatzleistungen für Arbeitnehmer:innen

Um Mitarbeitende zu gewinnen (und zu halten), bieten viele Firmen ihren Angestellten mittlerweile eine ganze Reihe von Zusatzleistungen: Neben der betrieblichen Altersvorsorge (39%) zählt vor allem die Möglichkeit zum Home- oder Mobile Office (31%) dazu. Häufiger gebotene Leistungen sind auch Weiterbildungsbudgets (25%) und Zuzahlungen für Mobilität (Öffentlicher Nahverkehr, Firmenauto- oder -rad). Bonuskarten mit steuerfreien Zuzahlungen geben 6% an, Rabatte für Fitnessclubs 9% der Unternehmen.

Klassische Stellenanzeige nach wie vor der Favorit

Auf der Suche nach neuen Mitarbeitenden setzen viele Unternehmen noch auf Stellenanzeigen: Mit rund 40% sind Inserate auf Jobportalen wie Indeed oder Stepstone nach wie vor der meist genutzte Kanal zur Ansprache von Bewerber:innen. Allerdings werden auch Social Media (23%) und Business-Plattformen wie LinkedIn (21%) zunehmend mit Stellenanzeigen bestückt. Bei der aktiven Ansprache potentieller Kandidat:innen dominiert noch der Einsatz von Headhuntern (17%) vor den Jobmessen (13%). Vermittlungsprämien zahlen 11% der Firmen, auf eine Direktansprache über LinkedIn oder Xing setzen 9%.

„Die Umfrage zeigt, dass das Finden neuer Fachkräfte und das Binden des vorhandenen Personalstamms eine immer wichtigere Aufgabe wird, um das Wachstum unserer Branche fortschreiben zu können. Die Ergebnisse belegen, dass die Unternehmen schon eine ganze Reihe von Maßnahmen einsetzen. Allerdings wird das kaum reichen. Die demographische Entwicklung und der Wettbewerb mit anderen Branchen bleibt eine große Herausforderung. Wenn unsere Branche mithalten will, muss sie das Recruiting neu denken, sich für Quereinsteiger stärker öffnen und den Mitarbeiter:innen attraktivere Angebote machen“, erklärt Prof. Dominik Matyka, Chief Advisor der DMEXCO.

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