Spendenaktion „Music Saves Ukraine“

LiveKomm und IGVW solidarisieren sich mit Ukrainian Association of Music Events

Die LiveMusikKommission e.V., der Bundesverband der Musikspielstätten in Deutschland und die Interessengemeinschaft Veranstaltungswirtschaft e.V. unterstützen die Initiative Music Saves UA der Ukrainian Association of Music Events (UAME).

Nicole Behr IGVW
Nicole Behr (Bild: IGVW)

Es handelt sich dabei um ein Spendenprojekt, das von der UAME gemeinsam mit dem Atlas Festival und anderen Akteur:innen der ukrainischen Musikbranche ins Leben gerufen wurde. Organisatorisch in Zusammenarbeit mit der #LeaveNoOneBehind Kampagne des Civilfleet Support e.V. wollen die LiveKomm und die IGVW ab sofort auch in Deutschland gezielt zu Spenden, kreativen Support-Aktionen und langfristiger Unterstützung aufrufen und ihre Netzwerke nutzen, um Aufmerksamkeit und Gelder für die Initiative zu generieren.

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Während die Vorbereitungen für das kommende Atlas Festival, das größte in der Ukraine, auf Hochtouren liefen, brach der Krieg im Land aus. Statt sich weiter mit dem Booking für Headliner:innen zu beschäftigen, habe ein 50-köpfiges Team kurzerhand alle Ressourcen des für Juli geplanten Festivals auf die Unterstützung und Versorgung der ukrainischen Bevölkerung umgeleitet. So habe der Veranstalter seine Location in Kiew, den Atlas Club, in ein humanitäres Zentrum umgewandelt, in dem hunderte von Menschen Hilfsgüter gesammelt und sortiert hätten, die in das ganze Land und insbesondere in die umkämpften Gebiete weiter verteilt worden wären.

„Music Saves UA sind Kolleg:innen, die wir in friedlichen Zeiten an Pulten und auf Bühnen treffen, mit denen wir arbeiten, uns austauschen, mit denen wir gemeinsam unvergessliche Event-Momente kreieren, die Clubs betreiben und Festivals veranstalten. Für uns war es als Teil der Veranstaltungswirtschaft mit Beginn des russischen Angriffskrieges wichtig, Haltung zu zeigen und Zeichen zu setzen. Die Kooperation mit der UAME gibt uns die Möglichkeit, das für und mit Menschen unserer Branche zu tun,“ sagt Nicole Behr Vorstandsmitglied der IGVW.

Julia von Wild
Julia von Wild (Bild: LiveKomm)

Die stellvertretende Vorsitzende der LiveKomm Julia von Wild ergänzt: „Festival- und Clubkultur hat vor allem eine kulturelle und soziale Bedeutung für die Gesellschaft. Diese Orte dienen als Zufluchtsorte für Menschen, in denen sie sich frei und ungestört bewegen können. Grundlage hierfür ist, und muss immer, der Frieden sein! Die Clubs und Festivals sind aber auch Kommunikatoren und Multiplikatoren, sei es im subkulturell verorteten Club oder auf dem Festival mit mehreren zehntausend Besucher:innen. Dieses Potenzial wollen und müssen wir jetzt nutzen und rufen dazu auf: Macht mit, teilt diese Kampagne, spendet oder schafft kreative Spendenformate! Zeigt nicht nur eure Solidarität und Unterstützung, sondern helft den Menschen direkt!“

Mit der Verlagerung der Kämpfe in den Osten des Landes, stelle sich das Bündnis Music Saves UA derzeit auf einen länger anhaltenden Krieg ein, der die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrung, Hilfsgütern und Medikamenten weiterhin massiv einschränken werde. Deshalb brauche es Unterstützung nicht nur für den Moment, sondern auch für morgen, übermorgen und langfristig für den Wiederaufbau zerstörter Wohnstätten, von Infrastruktur und Zentren des kulturellen Lebens.

Die LiveKomm und die IGVW rufen die deutsche Veranstaltungsbranche, Clubs und Festivals, aber auch Fans, Musikliebhaber:innen, Freund:innen der Clubkultur und alle Menschen, die in der Lage sind zu helfen, dazu auf, sich mit unseren Kolleg:innen in der Ukraine zu solidarisieren und Music Saves UA mit Spenden und Spendenaufrufen zu unterstützen. Damit Musik nicht nur verbindet, sondern auch rettet.

>> Weitere Informationen finden Sie unter Music Saves UA

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