Licht- und Videotechnik

Arkaos Kontroll-Lösungen für „Viva for Life“-Konzerte

Ein Arkaos Stage Server Pro und ein Kling-Net Protokoll wurden für das „Viva for Life“-Benefizkonzert des öffentlich-rechtlichen Senders RTBF aus Belgien verwendet. Die Arkaos Produkte unterstützten die Veranstaltungstechniker bei der Organisation von DMX-Kanälen und bei der Harmonisierung von Licht- und Video-Effekten. Verantwortlich für die visuelle Gestaltung auf der Bühne im Stadtzentrum von Tournai war Didier Piron (RTBF). Über mehrere Tage hinweg bespielten diverse belgische Künstler*innen die Bühne.

(Bild: Martin Godfroid)

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Einige ausgewählte Konzerte wurden live im Fernsehen übertragen, aber auch vor der Bühne fand sich an den Veranstaltungstagen ein großes Publikum ein. Der Clou dieses Benefizfestivals: eine Live-Radiosendung über 144 Stunden, bei der alle Moderator*innen in einem Glaskasten neben der Bühne untergebracht waren.
Das Produktionsdesign von Didier bestand aus LED-Video-Leisten, die als Säulen die Bühnerückwand säumten. An den Seiten der Bühne waren horizontale Leisten angebracht. Das Licht-Rig bestand aus 18 Claypaky HY B-eye K15 und K25 Wash Leuchten, die über Kling-Net geplant wurden. Dadurch konnten die Videoinhalte simultan auf den Bildschirmen und den Leuchten laufen und abgestimmt werden, was sich in den Bewegungen, Effekten und Farben spiegelte.

Dieses Lichtdesign macht sich an der Fülle der benutzten DMX-Kanäle am Lichtpult bemerkbar. Hier wurden laut Arkaos durch das Kling-Net und den Stage Server 2664 Kanäle eingespart, die anderweitig genutzt werden konnten. Zusätzlich soll das Kling-Net über die Netzwerkeinrichtung für einem schnelleren Aufbau und Programmierung gesorgt haben.

Zwei HD DVI Ausgänge des Servers wurden für das Videoplayback auf den Bildschirmen benutzt, während der dritte Ausgang über eine Netzwerkverbindung das Kling-Net mit den Leuchten verband. Der Server wurde über ein Grandma 2 Pult bedient. Durch die doppelte Ansteuerung von Licht und Video konnten Parameter wir Intensität oder Bewegungsabläufe simultan abgeändert werden.

(Bild: Martin Godfroid)

Die Entscheidung über diese Art der Kontrolle wurde von Rudy Fastre, dem Licht- und Video-Operator der Veranstaltung, getroffen. Er stellte auch den Arkaos Server, das Grandma 2 Lichtpult und die Videoinhalte zur Verfügung und arbeitete eng mit Didier zusammen, um die kreative Vision für die Bühne zu realisieren.
Bei Kling-Net handelt es sich um ein Plug-and-Play Kontroll-Protokoll von Arkaos, dass die Steuerung von LED- und Video-Geräten ermöglicht. Durch Kling-Net werden die Videodaten in Echtzeit über Ethernet an LED-Leuchten oder -Panele gesendet. Außerdem ist eine „intelligente“ automatische Konfigurations- und Verbindungslösung mit dem Computer oder dem Mischpult möglich. Letztes Jahr haben einige Licht-Hersteller, wie z.b. Claypaky, Kling-Net Schnittstellen in einige Produkte eingebaut.

Durch diese Art der Planung kann das Licht flexibel eingesetzt werden: einerseits als „konventionelles“ Moving Light, andererseits als geplantes Effekt-Licht in Kombination mit den Videoinhalten. Laut Arkaos sei dies bei Veranstaltungen mit wechselnden Acts hilfreich, da die verfügbare Konsole normalerweise mit den vielen DMX-Kanälen überlastet sei.

Das Projekt „Viva for Live“ wurde von Nicolas De Leerner für RTBF produziert. Rudy Fastre wurde von Maurice Fulco unterstützt. Der Lieferant für die Lichttechnik war CST Production. Die LED-Screen kam von Greg Dejardin und der Ton wurde von RTBF übernommen.

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