Siemens-Technik im neuen Block 9

Erfolgreiche Zusammenarbeit von Siemens und Großkraftwerk Mannheim

Mit dem neuen Block 9 der Großkraftwerk Mannheim AG ist aktuell einer der weltweit effizientesten Steinkohleblöcke entstanden.

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Einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung dieses hochmodernen Großbauprojektes Block 9 in Mannheim lieferte Siemens mit der Hauptleittechnik, Transformatoren, der Anbindung an das Hochspannungsnetz sowie mit Brandmeldetechnik. Vor wenigen Tagen wurde das Kraftwerk offiziell in Betrieb genommen. Block 9 befindet sich seit Mai im Leistungsbetrieb und versorgt Mannheim und die Metropolregion Rhein-Neckar mit Strom- und Fernwärme.Hauptleittechnik für hohe Versorgungssicherheit in der Hauptleittechnik (HLT) des neuen Kraftwerksblocks laufen alle für den Betrieb wichtigen Informationen zusammen und werden vom Siemens-Leitsystem SPPA T3000 ausgewertet. Umgekehrt gehen auch alle Befehle für den Betrieb des Kraftwerkblocks von der HLT aus. Dabei erhält das Bedienpersonal über 16 Großbildschirme den nötigen Überblick über alle aktuellen Werte der Anlage – bis hin zu bestimmten Prozesswerten oder dem Zustand einzelner Ventile.

Die HLT kann den Block 9 vollautomatisch steuern und Fehlfunktionen oder kritische Zustände zuverlässig verhindern. Der Betrieb von Hand oder in Mischformen ist ebenfalls möglich. Da der Ertrag erneuerbarer Energien schwankt, ist es entscheidend, dass der Block je nach aktueller Lage schnell hoch- und wieder heruntergefahren werden kann. Durch die flexibel ausgelegte HLT kann der Block 9 jederzeit Regelenergie auf Abruf zur Verfügung stellen. So leistet er einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität und Versorgungssicherheit in der Region Mannheim.

Anbindung an Hochspannungsnetz

Die Anbindung des neuen Blocks an die 220 kV-Netze des Stromversorgungsunternehmens TransnetBW und des Übertragungsnetzbetreibers Amprion führt über zwei Maschinentransformatoren und mehrere Schaltanlagen. Um die komplette Energie des Blocks von 27 kV auf die relativ hohe Spannung der Netze zu bringen, sind die beiden Maschinentransformatoren parallel geschaltet – eine in Deutschland bisher einmalige Lösung. Siemens liefert daneben weitere Transformatoren und Schaltanlagen für die Versorgung aller elektrischer Antriebe, Pumpen und Regler.

Fehlalarmsichere Branderkennung

1.200 intelligente Mehrkriterienmelder vom Typ Sinteso mit ASA-Technologie (Advanced Signal Analysis) und Gassensor-Melder erkennen im Großkraftwerk Mannheim entstehende Brände und schließen Fehlalarme durch Staub oder Dampf aus. Daneben gehören auch 400 Handfeuermelder und ein Glasfaser-Sensorkabel zum Brandmeldesystem – Letzteres ist für die Brandüberwachung der Ascheförderbänder verantwortlich und erlaubt es, Brände auf bis zu zwei Meter genau zu detektieren.

Alle Signale laufen in elf Brandmeldezentralen vom Typ Sigmasys zusammen, die über eine ringförmige Topologie miteinander vernetzt und mit dem Gefahrenmanagement-System der Leitwarte verbunden sind – dort werden Brandherde auf Monitoren angezeigt und direkt mit dem Gebäudeplan verknüpft. Im Brandfall wird automatisch die Werkfeuerwehr alarmiert, die bei Bedarf umliegende Feuerwehren hinzuzieht.

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