Technik Museum Sinsheim

Immersives Sounddesign für das U-Boot U17 mit Genelec

Im Technik Museum Sinsheim ist das begehbare U-Boot U17 mit einer immersiven Audioinstallation ausgestattet worden. Dreizehn Genelec-Lautsprecher bilden im Inneren des Bootes die Geräuschkulisse des täglichen Betriebs nach. Realisiert hat das Projekt Laboratonium Audioproduktionen e.K., ein auf multimediale Audioproduktionen, Sounddesign und immersive Installationen für Museen und Ausstellungen spezialisierter Dienstleister.

(Bild: Genelec)

Das Technik Museum zeigt an seinen beiden Standorten Sinsheim und Speyer über 6.500 Exponate aus Militärgeschichte, Luftfahrt, Raumfahrt und Schifffahrt. Die U17 zählt seit ihrer Ankunft zu den Hauptattraktionen in Sinsheim. Statt eines rein statischen Exponats sollte eine multisensorische Erfahrung entstehen, die das Leben an Bord nachvollziehbar macht.

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Metall, enge Gänge, kleine Abteile

Die baulichen Gegebenheiten eines U-Boots stellten das Team um Geschäftsführer Marc Simon, Tontechniker und Projektleiter Jan Lipp sowie Sounddesignerin Ksenia Cherkashina vor besondere Anforderungen. „Metalloberflächen, enge Gänge und viele kleine Abteile weisen ganz bestimmte akustische Eigenschaften auf“, erläutert Lipp. Nötig gewesen seien daher eine präzise Planung der Lautsprecherplatzierung, ein unauffälliges Design und eine Lösung, um die Komplexität dieser technisch anspruchsvollen Räume zu bewältigen.

Die Wahl fiel den Angaben zufolge von Beginn an auf Genelec. Ausschlaggebend sei neben der Technik vor allem die Bauform gewesen. Die Lautsprecher fügten sich unauffällig in die vorhandene technische Umgebung ein, was für die emotionale Wirkung der Ausstellung entscheidend gewesen sei, berichtet Lipp. Würden die Lautsprecher nicht bewusst wahrgenommen, entstehe bei den Besuchern der Eindruck, der Klang komme direkt aus dem Raum selbst.

Elf 8010A und zwei 8030C

Geliefert wurden die insgesamt dreizehn Lautsprecher vom Musikhaus Schlaile, alle in Dunkelgrau passend zur Innenausstattung. Elf kompakte Studiomonitore vom Typ 8010A verteilen sich über das gesamte Boot. Sie lieferten für ihre Baugröße ein präzises und ausgewogenes Klangbild und eigneten sich damit für die beengten Verhältnisse im Inneren, so Lipp. Zwei größere 8030C ergänzen das System und sollen die nötige Leistungsreserve und Dynamik für hohe Wiedergabepegel bereitstellen.

Während des Rundgangs treten das Brummen der Motoren, metallische Geräusche der Steuerungen, Sonarimpulse und das Gefühl des Unterwasseraufenthalts zunehmend in den Vordergrund. Die Lautsprecher sind außerhalb des Blickfelds untergebracht. In einigen Bereichen lösen die Besucher interaktive Sequenzen aus.

Alarmsequenz als Höhepunkt

Ein Kernelement der Ausstellung ist eine Alarmsequenz, in der das Boot vom Alarmzustand über den Tarnmodus bis zur Gefechtsbereitschaft wechselt. „Unterstützt wird dies durch ein immersives Sounddesign, eigens produzierte Sprachaufnahmen und neu entwickelte Geräuscheffekte“, beschreibt Cherkashina. Als Inspirationsquelle hätten Original-Tonspuren aus der Serie „Das Boot“ gedient, die für die spezifischen akustischen Bedingungen der U17 neu interpretiert und adaptiert worden seien. Zusammen mit Lichtwechseln und dem originalen roten Notlicht entstehe so ein besonders intensiver Moment.

Manche Besucher beschrieben das Erlebnis so, als befänden sie sich tatsächlich an Bord eines fahrenden und einsatzbereiten U-Boots, heißt es vonseiten der Beteiligten.

„Das Sounddesign für ein begehbares U-Boot ist kein alltägliches Szenario und erforderte ein hohes Maß an kreativer Flexibilität und technischem Fachwissen, doch gerade diese Einzigartigkeit machte letztlich den Reiz des Projekts aus“, resümiert Simon. Im eigenen Surround-Studio arbeite man mit Genelec-8030-Systemen, deren Qualität, Präzision und Flexibilität sich auch bei dieser Installation bestätigt habe.

Blick ins Innere des U-Boots
Dreizehn unauffällige Genelec-Lautsprecher sorgen im Inneren der U17 für eine immersive Geräuschkulisse, die den täglichen Betrieb an Bord akustisch erlebbar macht (Bild: Genelec)

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