ASC rüstet das MMZ in Halle auf

Moderne Studiotechnik „Made by ASC“ im MMZ Halle

Im September 2015 wurden die neu gestalteten Studios des Mitteldeutschen Multimediazentrums (MMZ) in Halle der Öffentlichkeit präsentiert. Für die Planung der Kinotonmischung nach aktuell höchsten Akustikstandards und modernster Bildbearbeitungstechnik war AVS Medientechnik aus Berlin unter der Projektleitung von Florian Strucken verantwortlich. Die Ausschreibung der medientechnischen Installation konnte der Systemintegrator Amptown System Company für sich entscheiden. 

Christoph Jann Lichtform Studios
Die MMZ Studios konnten am 10.9.2015 mit moderner Ausstattung für die Bild- und Tonbearbeitung wiedereröffnet werden

Die Aufgabenstellung für Amptown System Company war die Wiederherstellung exzellenten Kinotons und optimaler Bildbearbeitung für die Studios. Ein Großteil der finanziellen Fluthilfe floss in den Bau der neuen Kinotonmischung ein. Diese ist in den bislang wenig genutzten Kinosaal in der 1. Etage des markanten Kubus des MMZ eingezogen und somit für mögliche, neue Hochwasser unerreichbar.

Neben der neuen Tonmischung setzt das MMZ künftig auch intensiv auf professionelle Bildbearbeitung, um in den Studios mehr Auslastung zu gewährleisten. Zielsetzung der Auftraggeber war es, modernste AV-Technik einzukaufen, um sich auf diese Weise in einem permanent wandelnden Produktionsumfeld im Markt abzuheben und eine langfristig erfolgreiche Nutzung für den Wirtschaftsstandort Halle sicherzustellen.

Im MMZ Halle wurden insgesamt drei (Post)-Produktionsstudios eingerichtet: Eine 7.1 Dolby Atmos Premix-Stage, ein Grading- und Bildbearbeitungsstudio und eine Dolby Atmos Kinotonmischung, welche auch zur Bildpostproduktion geeignet ist. Die hohen akustischen Anforderungen an die  Kinotonmischung zielen darauf hin, als erstes Studio im deutschsprachigen Raum den Dolby Atmos Premium Standard zu erfüllen.

Dirk Asmus, ASC Projektmanager erläutert die Installation: „Der neue Tonarbeitsplatz verfügt nun über ein amerikanisches Harrison MPC5 Digitalfilmmischpult mit 64 Fadern, 16 Displays, integriertem Madi-Router und 40 MADI I/Os mit bis zu 2.560 Ein- und Ausgangskanälen sowie entsprechenden Signalprozessoren zur Abmischung von Kinofilmen im Dolby Atmos Format. Zusätzlich wurden diverse Audio-Interfaces eingebaut, um verschiedene Geräte und Effektprozessoren und deren digitale Audiosignale wie DANTE, MADI, BluLink, AES/EBU miteinander zu verknüpfen. Der so geschaffene komfortable Arbeitsplatz bietet jede Menge Potential für die Vorproduktion und Filmvorbereitung sowie die volle Abwärtskompatibilität zu älteren Formaten wie 5.1.“

Sieben Mac Pro Rechner inklusive AVID Pro Tools, AVID Media Composer und Effektlizenzen gewährleisten die professionelle Tonbearbeitung im MMZ. Die neu installierte Ihse Draco tera compact KVM Matrix sorgt für eine bidirektionale Signalverteilung von hochauflösenden, Video-, Audio- und Datensignalen. Zudem schafft die Matrix die Voraussetzung, mehrere ProTools Rechner während einer Produktion gleichzeitig zu bedienen. Des Weiteren wurden Qube DCP Server inklusive IMBs eingebaut und eingerichtet, um das Abspielen von verschlüsselten DCP Inhalten inklusive Dolby Atmos Tonformat als auch die Produktion mit Eingangssignalen bis 12 G-SDI zu ermöglichen.

ASC Berlin hat im MMZ Halle insgesamt 44 Studt Akustik Lautsprecher nach Dolby Spezifikation installiert. Diese werden durch Crown DCI-8-600 N und DCI-4-1250 Endstufen für die Kinobeschallung angetrieben. „Mit dieser Technik erlebt der Zuschauer überall den gleichen, hervorragenden Klang“, erläutert Dirk Asmus. „Ganz egal, wo er im Studio sitzt.“

Die Bildausstattung in 4 K zeigt die qualitative Weiterentwicklung des MMZ in Halle als neu erstarkter Hightech-Standort für die Postproduktion. „Mit „High Framerates“, das heißt bis zu 60 Bildern pro Sekunde, und dem erhöhten Kontrastumfang „High Dynamic Range“ sind wir in Halle „State-of-the-art“, was die Bildbearbeitung angeht“, freut sich Andreas Nowak, Geschäftsführer des MMZ Halle.

Das kleinere Grading-Studio befindet sich im schwebenden Kubus, in dem ebenfalls ein Barco DP4k-P Postproduktion Projektor zum Einsatz kommt. Auch Farbkorrekturen können in beiden Studios durchgeführt werden. Die Projektoren sind identisch abgestimmt, so dass die Einsatzorte flexibel wählbar sind und die Arbeitsschritte fließend durchgeführt werden können.„Mit ASC hat man ein erstklassiges Gesamtpaket von den ersten Gesprächen bis hin zur Umsetzung und Nachbearbeitung“, fährt Andreas Nowak fort. „Wir haben uns daher mit unseren Wünschen und Fragen immer gut aufgehoben gefühlt und schätzen die konstruktive Zusammenarbeit, insbesondere  auch nach Abschluss der Installationsarbeiten. Hier hat ASC unseren Haustechnikern die technischen Abläufe der neu installierten Kinoton- und Bildtechnik anschaulich und verständlich vermittelt.“

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