Outdoor-Projektion

Panasonic projiziert Teppich von Bayeux auf Kreidefelsen von Dover

Für eine nächtliche Großbildprojektion auf die Kreidefelsen von Dover hat der britische Spezialist Pixel Sharp vier Panasonic RQ35K 4K-Laserprojektoren eingesetzt. Anlass war die bevorstehende Rückkehr des Teppichs von Bayeux nach England. Im Auftrag des British Museum projizierte Pixel Sharp Motive in Anlehnung an das historische Werk sowie die Botschaft „Merci“ auf die White Cliffs.

Nächtliche Projektion auf den Kreidefelsen von Dover mit historischen Bildmotiven, dem Schriftzug „Merci!“ und dem Logo des British Museum(Bild: Panasonic)

Der fast 70 Meter lange mittelalterliche Bildteppich erzählt in gestickten Szenen von der normannischen Eroberung Englands im Jahr 1066. Da sein Heimat-Museum im französischen Bayeux derzeit renoviert und erweitert wird, leiht Frankreich das Werk vorübergehend an das British Museum aus. Dort wird es bis Juli 2027 gezeigt – erstmals seit seiner Entstehung vor fast 1.000 Jahren wieder in Großbritannien.

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Eine besondere Herausforderung stellte die Projektionsfläche selbst dar. Die Kreidefelsen sind weder eben noch durchgehend weiß; Moos und Vegetation beeinflussen Farbe und Kontrast. Pixel Sharp musste deshalb Bildinhalte und Typografie an die unregelmäßige Oberfläche sowie die große Projektionsdistanz anpassen. „Projektion ist Licht. Man muss sicherstellen, dass die Farben genügend Wirkung entfalten“, erklärt Jon Sharpe, Gründer und Geschäftsführer von Pixel Sharp.

Hinzu kamen die schwierigen Bedingungen am Standort. Der Projektionsplatz war nur eingeschränkt zugänglich und verfügte über keinen Netzanschluss. Eingesetzt wurden vier RQ35K in zwei übereinander angeordneten Projektorpaaren. Das komplette Projektionssystem wurde über mobile Batteriesysteme versorgt.

Vier Projektoren im Double-Stack

Bei der Mehrfachprojektion setzte Pixel Sharp auf 3-Chip-DLP-Technologie. „Bei einem Mapping-Projekt mit mehreren Projektoren entscheiden wir uns immer für 3-Chip-DLP. Die Farben stimmen besser überein, die Einstellmöglichkeiten sind besser und die Gleichmäßigkeit über das gesamte Bild ist sauberer“, so Sharpe.

Für Aufbau und Positionierung der Projektoren standen nur wenige Stunden zur Verfügung; für das Mapping benötigte das Team nach eigenen Angaben etwa eineinhalb Stunden. Zusätzliche Schwierigkeiten verursachte das Wetter. Während der Einrichtung zog dichter Nebel über die Felsen und erschwerte das Mapping. Später näherte sich ein Gewitter, sodass das Team die benötigten Aufnahmen fertigstellte und das System früher als geplant abschaltete.

Ein Projektor wirft nachts einen deutlich sichtbaren Lichtstrahl auf die Kreidefelsen von Dover; daneben arbeitet ein Techniker an einem Laptop
Vier Panasonic RQ35K wurden für die Projektion in zwei Double-Stack-Konfigurationen eingesetzt. Für Einrichtung und Mapping stand dem Team von Pixel Sharp nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung (Bild: Panasonic)

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