Projektionssoftware

Vioso projiziert Geschichte im Olympischen Museum in Athen

Athen hat in unmittelbarer Nähe des historischen Olympiastadions ein neues olympisches Museum eröffnet. Das Museum erinnert an die lange Geschichte und Verbundenheit der Stadt mit den Olympischen Spielen und schickt seine Besucher mit seltenen Exponaten und hochmoderner interaktiver AV-Technologie auf eine Zeitreise durch die Jahrhunderte bis heute.

Olympiamuseum(Bild: Omikron Electronics)

Das vom Immobilienunternehmen Lamda Development S.A. realisierte Museum hat sich zum Ziel gesetzt, sowohl das gesamte olympische Erbe Griechenlands zu beherbergen als auch gleichzeitig die Bedeutung Athens als olympische Hauptstadt hervorzuheben.

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In der Installationsphase des Projektes von August bis Dezember 2020 wurden 13 Epson-Projektoren in den verschiedenen Exponaten installiert und kalibriert. Der Akustik- und AV-Designer Technology & Acoustics mit Sitz in Griechenland entwarf das Konzept für das komplexe AV-System. Lamda lieferte die digitalen Medieninhalte, und der Athener Systemintegrator Omikron Electronics kümmerte sich um die Planung, Lieferung und Systemintegration.

Am Anfang des Erlebnispfades durch das Olympische Museums steht ein zylindrischer Raum, der die Geschichte der modernen Olympischen Spiele bis heute anhand einer Zeitleiste darstellt. Die Ausstellung mit dem Namen „Prolog“ stellt bedeutende olympische Momente im Laufe der Geschichte mit Hilfe der 3D-Projektion eines Olivenzweigs dar, die den gesamten Raum umgibt. Jedes Blatt beinhaltet eine Momentaufnahme eines bedeutenden olympischen Moments, wie etwa die erstmalige Teilnahme von Frauen an den Spielen, oder die ersten Olympischen Winterspiele.

Olympiamuseum(Bild: Omikron Electronics)

Für das 14 m breite 360°-Grad-Projektionsmapping mit einer Gesamtgröße von 8.240 × 1.200 Pixeln wurden fünf Epson-Projektoren installiert. Für den begleitenden Ton zur 3D-Projektion entschieden sich die Teams für ein 5.1-Surround-Soundsystem von Tannoy, das neben Hintergrundmusik auch einen gerichteten Sound liefert, der die gesamte Atmosphäre im Raum bestimmt.
Die Projektion erforderte ein Softedge-Blending- und Kalibrierungssystem, das dieser Größenordnung und Komplexität gewachsen war. Omikron Electronics entschied sich für die kamerabasierte Auto-Alignment-Technologie von Vioso Anystation Anyblend, die die automatisch ermittelten Warp- und Blenddaten in Echtzeit auf die Grafikausgänge einer leistungsfähigen Workstation anwendet und die Projektionsfläche so auch für beliebige Drittanbieter-Software nutzbar macht.

Vangelis Petridis, CTO von Omikron Electronics, sagte: „Unsere Wahl fiel schnell auf die Vioso Kamerakalibrierungssoftware und -hardware, denn dieses System ist in der Lage, eine Kamera-Autokalibrierung für solch eine anspruchsvolle Anwendung zu nutzen. Der Prologue-Raum erforderte eine Projektion auf unebenen Oberflächen, und die Vioso Anystation Integrate mit dem Vioso Core bietet in Kombination mit der Vioso Integrate-Software eine vollständige schlüsselfertige Lösung, die diese Aufgabe mit Leichtigkeit bewältigt.“

Olympiamuseum(Bild: Omikron Electronics)

In weiteren Ausstellungsbereichen, für die eine hochwertige Projektionskalibrierung und Edge-Blending erforderlich waren, etwa die Ausstellungen „Siege und Niederlagen“, „Athen 2004“ und „Olympiastadion“, kamen für die Schaffung eines optimalen Besuchererlebnisses ebenfalls verschiedene Produkte von Vioso zum Einsatz.

Während die Anyblend-Software von Vioso die Nutzung beliebiger Windows-Desktopanwendungen auf einer Projektionsfläche ermöglicht, bietet der Vioso Player eine einfache Wiedergabeplattform auch für mehrere Projektoren. Die Anystation Nano bietet als schlüsselfertiges Komplettsystem aus Hardware- und Software außerdem eine kompakte Medienplayeralternative.

Die Ausstellung „Siege und Niederlagen“ befindet sich in einem runden Raum in der „EPOS“-Galerie, in der die historischen olympischen Fackeln im Laufe der Jahre sowie olympische Auszeichnungen, Medaillen und Erinnerungsstücke ausgestellt sind. Videoaufnahmen der olympischen Erfolge und Misserfolge seiner Athleten werden hier in einen 10m großen Panadome projiziert. Eine Vioso Anystation Nano ist für das Projection Mapping, bestehend aus zwei Epson EB-L1495U-Projektoren, das Edge Blending sowie die synchronisierte Wiedergabe von Bild und Ton auf dem Tannoy Surround Sound Audiosystem verantwortlich.

„Wir wollten mit dieser Ausstellung den Besuchern den Nervenkitzel des Sieges und die Qual der Niederlage nahebringen“, sagte Petridis. „Eine Vioso Anystation Nano ist hier problemlos in der Lage, den gesamte Ausstellungsbereich zu versorgen. Der Vioso Player bietet ein einfach zu bedienendes Tool für Videowiedergabe, Warping und Blending, das ausreichend Renderleistung und eine sehr benutzerfreundliche Bedienungsoberfläche bietet.“

Olympiamuseum(Bild: Omikron Electronics)

Drei weitere Epson EB-L610U wurden in der Olympiastadion-Ausstellung installiert, die die antiken Olympischen Spiele und das Panathenäische Stadion illustriert, eine der wichtigsten Touristenattraktionen in Athen und das einzige Stadion der Welt, das vollständig aus Marmor besteht. Diese Ausstellung verfügt über eine 8 m breite, doppelseitige Projektionswand in der Mitte des Raums, deren Projektion von einem Vioso Player kalibriert und bespielt werden. Für die Beschallung des Raumes wurden acht Tannoy IW 6DS-WH flächenbündig in die seitlichen Mauern eingelassen.

„Die dezenten Videomappings der Ausstellung, die mit der Technologie von Epson und Vioso erstellt wurden, verschmelzen zusammen mit dem Surround-Sound auf subtile Weise mit der Umgebung, um die Besucher in eine andere Zeit und einen anderen Ort zu versetzen, an dem damals die Werte des Olympismus Maßstäbe für den Rest der bekannten Welt gesetzt haben“, sagte Petridis.

„Das Olympische Museum nimmt seine Besucher mit auf eine atemberaubende Reise von den ersten Olympischen Spiele bis in die Neuzeit“, sagt Raul Vandenberg, Sales Director bei Vioso. „Es war uns eine Freude, die Installation mit unserer Vioso-Produktlinie zu unterstützen und an der Hommage an die legendären Leistungen vergangener Olympioniken mitzuwirken. Das Olympia-Museum ist auch ein Zeugnis für die Arbeit der am Projekt beteiligten Teams.“

Das Museum ist seit dem 14. Mai 2021 unter Einhaltung aller notwendigen Covid-Regelungen für die Öffentlichkeit zugänglich.

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