Immersive Audio

Warschauer Teatr Syrena rüstet auf L-ISA um – ohne Komponentenwechsel

Das Warschauer Teatr Syrena hat seine bestehende L-Acoustics-Beschallungsanlage zu einer vollständigen L-ISA-Immersive-Installation ausgebaut. Das Besondere: Kein einziger Verstärker und kein einziger Lautsprecher der ursprünglichen Installation aus dem Jahr 2016 wurde ausgetauscht oder stillgelegt. Umgesetzt wurde das Projekt vom Warschauer L-Acoustics Certified Provider Audio Plus – in weniger als einer Woche.

Bühne mit Lautsprechersystem(Bild: Krzysztof Sklodowski)

Das Teatr Syrena gehört seit fast 80 Jahren zu den prägenden Bühnen der polnischen Kulturlandschaft und hat sich auf Musiktheater spezialisiert. Die Basis für das Upgrade bildete ein ARCS-II-System, das Audio Plus 2016 im Theater installiert hatte.

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Von vier auf fünf FOH-Arrays

Für die L-ISA-Konfiguration sind mindestens fünf Front-of-House-Arrays erforderlich – eines mehr als in der bisherigen Vier-Array-Konfiguration. Audio Plus setzte für das neue Scene-System auf fünf Arrays aus jeweils einem A10i Focus und einem A10i Wide. Der A10i ist der direkte Nachfolger des ARCS und verfügt über die PanFlex-Technologie, die eine flexible Einstellung der horizontalen Abstrahlung ermöglicht – laut Audio Plus besonders hilfreich im kompakten Zuschauerraum des Theaters, um Wandreflexionen zu minimieren.

Eine besondere Herausforderung stellte der ältere LA8-Verstärker dar, der das Milan-AVB-Protokoll neuerer L-Acoustics-Hardware nicht unterstützt. Statt ihn zu ersetzen, konfigurierte Audio Plus ihn um: Er treibt nun die vier SB18i-Subwoofer über ein AES/EBU-Digitalsignal vom L-ISA Processor II an. Ergänzt wurde die Anlage lediglich um einen LA4X, einen LA2Xi sowie einen LS10-Netzwerkswitch.

Jede Komponente in neuer Funktion

Die vier bisherigen ARCS-Einheiten wurden neu zugeordnet: Zwei hängen nun als Monitore hinten auf der Bühne, zwei dienen als Side-Fills. Die Front-Fill-Linie wurde um einen weiteren 5XT auf insgesamt fünf Einheiten erweitert. Die sechs X8-Surroundlautsprecher verbleiben an ihren ursprünglichen Positionen, die beiden X12-Einheiten wurden als Bühnenmonitore umgewidmet.

„Ein wichtiges Merkmal von L-Acoustics-Hardware ist, dass sie darauf ausgelegt ist, mit dem Nutzer zu wachsen”, berichtet Łukasz Kaźmierczak, Head of Projects and Installation bei Audio Plus. „Mit der vorhandenen Infrastruktur konnten wir die technischen Möglichkeiten des Theaters mit vergleichsweise wenigen zusätzlichen Mitteln erheblich erweitern. Das war deutlich kosteneffizienter als ein vollständiger Systemwechsel.”

Die gesamte Installation wurde innerhalb von weniger als einer Woche abgeschlossen, ohne den laufenden Spielbetrieb nennenswert zu unterbrechen. Audio Plus bereitete die Komponenten vorab in seinem Installations-Workshop in Łomianki vor. Die Systemintegration leitete Technikingenieur Tomasz Schnitzer, die abschließende Einmessung und Schulung des Haustechnikteams übernahm L-Acoustics-Trainer Jerzy Kubiak.

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