Audiotechnik

Meyer Sound Panther bei Eröffnung der „Mathematics“-Tour

Bei der Eröffnung der Welttournee des Sängers Ed Sheeran in Dublin hat das Line-Array-Lautsprechersystem Panther von Meyer Sounds Premiere gefeiert. 

Das von Major Tom Ltd. gelieferte System besteht aus 212 geflogenen Panther Lautsprechern. Zudem sei erstmals ein Milan-Protokoll-AVB-Netzwerk vom FOH-Mix bis zu den Lautsprechern eingesetzt worden. (Bild: Ralph Larmann)

Das Panther System soll kleiner, leichter und energieeffizienter als früheres Tournee-Equipment sein, das größtenteils aus Leo Line-Array-Lautsprechern bestanden habe.

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„Seit wir vor elf Jahren begonnen haben, war uns bei den Tourneen immer besonders wichtig, dass Ed an jedem Platz im Zuschauerraum deutlich zu hören ist“, sagt Marsh. „Ich war immer beeindruckt, wie gut Leo Arrays dieses Gefühl, direkt dabei zu sein, in die hinteren Reihen der Stadien bringen konnten. Und in dieser Hinsicht war ich überrascht, dass der leichtere und kompaktere Panther Lautsprecher dasselbe leisten konnte. Als ich während der Vorgruppen ein wenig herumlaufen konnte, fiel mir sofort die bemerkenswerte Klarheit auf den weit entfernten Plätzen auf“, so Production Director und FOH-Ingenieur Chris Marsh.

Meyer Panther bei Ed Sheeran Tour(Bild: Ralph Larmann)

Marsh betonte, dass diese Klarheit sich nicht nur dadurch auszeichnete, dass die Fans Ed Sheerans Texte verstehen konnten. „Normalerweise denkt man bei Klarheit an die hohen Töne, die Zischlaute und die Sprachverständlichkeit, aber Panther war auch in den tiefen Mitten sehr präzise — etwas, das man aus dieser Entfernung normalerweise nicht erreicht. Alles war präsent und klar, einschließlich feinster Nuancen wie Nachhalleffekte, die auf Distanz oft verloren gehen.“

Für die Shows im Croke Park hat das System 14 Panther Arrays in zwei Ringen eingesetzt. Die sechs inneren Arrays haben jeweils zwei Panther-M sowie zehn Panther-L für den Long-Throw umfasst. Die acht äußeren Arrays haben aus zehn Panther-L sowie zwei M- und zwei W-Versionen mit größerer Coverage bestanden. Die drei verschiedenen Konfigurationen des Horns sollen es den Systemdesignern ermöglichen, das Abstrahlverhalten für einen gleichmäßigen Pegel und Frequenzgang auf verschiedene Entfernungen anzupassen.

Meyer Panther bei Ed Sheeran Tour(Bild: Ralph Larmann)

Für Tieftöne hätten sechs geflogene Arrays aus 1100-LFC Low Frequency Control Elements gesorgt, die in Gradient-Arrays zu je zehn Stück angeordnet gewesen sind. Insgesamt 20 Leopard Lautsprecher waren rund um die kreisförmige Bühne als Frontfill aufgestellt, wobei sechs Stacks aus je drei 1100-LFC in Gradient-Arrays für den Bass sorgen sollten.

Das Abmischen der Shows hinter seinem DiGiCo Quantum 7 „war eine außergewöhnliche Erfahrung“, sagt Marsh.

Die Milan-zertifizierte Galaxy 816 Netzwerkplattform am FOH ist mit einem Milan End Point (MEP) Netzwerk verbunden, das sternförmig konfiguriert ist und aus einem Galaxy 816, drei Galaxy 408 und 20 Luminex Gigacore 26i Switches besteht. Als Failover-Backup wurden die dauerhaft aktiven parallelen Analogeingänge über ein primäres und sekundäres redundantes Milan-Netzwerk mit zugeordneten Galaxy Prozessoren verbunden.

Meyer Panther bei Ed Sheeran Tour(Bild: Ralph Larmann)

Das Toursystem sei zusammen mit Bob McCarthy, Director of System Optimization bei Meyer Sound, und mit Unterstützung von Josh Dorn-Fehrmann, Senior Technical Support Specialist, entwickelt worden. Audio Systems Engineer Charlie Albin habe sich bei den Shows um die Systemausrichtung, das Tuning und das Monitoring gekümmert.

Die Vorteile von Panther wirkten sich laut Marsh auch auf die Effizienz und Nachhaltigkeit der Tournee aus. „Durch die Art und Weise, wie das System geriggt wird, lassen sich die 14 Arrays sehr schnell auf- und abbauen. Außerdem benötigen wir viel weniger Platz im Truck als bei anderen Systemen […].“

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