Veranstaltungssicherheit

Vanea Defence stellt erstes zivil einsetzbares Drohnenabwehrsystem Atomza vor

Vanea Defence hat mit Atomza das nach eigenen Angaben weltweit erste Drohnenabwehrsystem vorgestellt, das von privaten Betreibern ohne hoheitliche Befugnisse eingesetzt werden darf. Damit öffne das Münchner Unternehmen einen bislang verschlossenen Markt für Schutzlösungen, die bisher ausschließlich Sicherheitsbehörden vorbehalten gewesen seien. Für Veranstalter und Betreiber von Großveranstaltungen sei das System damit unmittelbar buchbar. 

ATOMZA Drohnenabwehrsystem
ATOMZA Drohnenabwehrsystem

Atomza nutze einen nicht-kinetischen optischen Effektor, der durch gerichtete photonische Strahlung optische Sensoren handlungsunfähig mache, ohne die Drohne zu zerstören. Während Jammer, Laser und Interceptor-Drohnen rechtlich nur von Sicherheitsbehörden betrieben werden dürften, gelte Atomza nicht als Intervention im rechtlichen Sinne und könne damit auch von zivilen Betreibern eingesetzt werden. Im zivilen Luftraum – etwa an Flughäfen, bei Großveranstaltungen oder über bewohntem Gebiet – vermeide das System zudem Kollateralschäden durch außer Kontrolle geratende Drohnen.

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„Die Bedrohungslage in Europa verändert sich rapide. Die Frage lautet nicht mehr, ob kritische Infrastrukturen geschützt werden müssen, sondern wie schnell Schutzlösungen verfügbar sind. Mit Atomza bieten wir eine Antwort, die Behörden und private Betreiber gleichermaßen nutzen können”, sagt Jens Hillenköter, Executive Vice President für Unmanned Aircraft Systems & Counter-UAVs bei Vanea Defence.

Das System werde bereits von Sicherheitsbehörden und Kritis-Betreibern unter operativen Bedingungen getestet; weitere Tests mit militärischen Partnern seien für die kommenden Wochen geplant. Die Vermarktung für zivile Betreiber habe unmittelbar begonnen.

Im Zentrum aller Entwicklungen von Vanea Defence stehe ein proprietäres KI-Modell, das vollständig in Europa entwickelt und trainiert werde. Auf dieser Basis entwickle das Unternehmen eine integrierte Produktfamilie für Drohnenabwehr, vom optischen Abwehrsystem Atomza über Netzwerke verschiedenster Abwehrmittel bis zu erweiterten Bedrohungserkennungssystemen.

„Europäische Verteidigungstechnologie braucht ein europäisches technologisches Fundament. Deshalb trainieren wir unsere KI von Grund auf in Europa – nicht, um eine Anforderung zu erfüllen, sondern um strategische Souveränität zu schaffen”, erklärt Dr. Oliver Hartkorn, Mitgründer und CTO von Vanea Defence.

Vanea Defence wurde 2025 in München gegründet und ist eine Marke der börsennotierten SCP Standard Capital Partners AG.

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