Vvon der Idee bis zur Show

Vioso Experience Designer für vollständige Projektions-Workflows

Vioso bietet mit dem Experience Designer eine neue cloudbasierte Plattform, die es AV-Planern, Medienagenturen und Simulationsexperten ermöglichen soll, komplexe Projektionssysteme vollständig im Browser zu planen, zu simulieren und zu validieren – noch bevor der Veranstaltungsort betreten werde. Die Pro-Version sei laut Unternehmen bis zum 31. Mai 2026 kostenfrei verfügbar.

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Mit dem Experience Designer führe Vioso das Konzept eines virtuellen Site Surveys für Projektionssysteme ein und bilde die gesamte frühe Projektphase in einem durchgängigen Workflow ab: von Design über Simulation und Kalibrierung bis hin zum Playback. Die Plattform sei bewusst offen und herstellerneutral konzipiert und lasse sich flexibel in bestehende Workflows von AV-Planern, Systemintegratoren, Kreativagenturen und Simulationsumgebungen integrieren.

Nach Angaben von Vioso adressiere die Plattform die bislang häufig fragmentierten Planungsprozesse. Viele aktuelle Ansätze kombinierten visuelle Previews mit separaten technischen Tools, wodurch Medienbrüche entstünden und Entscheidungen teilweise auf Interpretation statt auf belastbaren Daten basierten. Der Experience Designer verfolge hier einen integrierten Ansatz, bei dem Design, Simulation und technische Validierung in einer gemeinsamen Umgebung stattfänden. Dies schaffe eine durchgängige Datengrundlage vom ersten Entwurf bis zur finalen Bewertung, ermögliche eine direkte Abstimmung zwischen AV-Planern, Kreativteams und Auftraggebern und unterstütze transparente Entscheidungsprozesse auf Basis realer Systemparameter.

So könnten beispielsweise Referenzzeichnungen direkt importiert, skaliert und als Grundlage für die Systemplanung verwendet werden, ohne Umwege über externe Tools oder manuelle Anpassungen. Anstelle eines Wechsels zwischen unterschiedlichen Anwendungen und Versionen arbeiteten alle Beteiligten auf einem gemeinsamen, technisch validierten Modell. Dadurch werde die Planung zu einem strukturierten Prozess und die Präsentation zu einer belastbaren Entscheidungsgrundlage.

Die Plattform nutze GPU-basiertes Rendering sowie photometrische Analysen, um zentrale Parameter in Echtzeit und mit hoher Genauigkeit zu bewerten. Dazu zählten unter anderem Projektionsabdeckung und Edge Blending, Helligkeitsverteilung und Leinwandinteraktion, Pixeldichte und visuelle Qualität sowie Abschattungen und Sichtlinien. Ergänzt werde dies durch erweiterte Analysefunktionen, die eine detaillierte Bewertung komplexer Systeme ermöglichen und fundierte Entscheidungen auf Basis realer Leistungsdaten unterstützen sollen.

Durch die Erstellung eines physikalisch korrekten digitalen Abbilds der Umgebung könnten Projektteams ihre Setups bereits im Vorfeld realitätsnah testen und optimieren. Zu den Funktionen gehörten der Import von Venue-Geometrien in Formaten wie OBJ, FBX oder Collada, die Platzierung von Projektoren aus umfangreichen Herstellerbibliotheken mit mehr als 500 Modellen, die Simulation von Objektiven, Projektionskegeln und Helligkeitsverläufen sowie Kamerasimulationen, etwa mit Fisheye-Optionen für die Kalibrierungsplanung. Darüber hinaus unterstütze die Plattform automatische Multi-Projektor-Anordnungen sowie GPU-basierte Abschattungsanalysen.

Auch die Zusammenarbeit zwischen technischen und kreativen Teams solle durch den Experience Designer verbessert werden. Statt statischer Pläne ermögliche die Plattform interaktive Visualisierungen, die sich per Link teilen ließen und ein direktes Erleben der Systeme in einer 3D-Umgebung erlaubten. Abstimmungsprozesse könnten so schneller und klarer erfolgen.

Für Angebote, Abstimmungen und Freigaben stelle die integrierte Reporting-Engine umfangreiche Funktionen bereit. Dazu gehörten automatisierte Analysen von Projektoren und Gesamtsystemen, photometrische Validierungen, die Dokumentation von Equipment und Layouts sowie individuell anpassbare Reports und professionelle PDF-Ausgaben.

Der Experience Designer basiere auf über 20 Jahren Erfahrung von Vioso in der Projektionskalibrierung und Systemintegration. Dieses Know-how fließe nach Unternehmensangaben nicht nur in die Ergebnisse, sondern direkt in die Funktionsweise der Plattform ein. Dazu zählten unter anderem integrierte Herstellerbibliotheken – etwa von Christie, Panasonic oder Barco –, die Unterstützung von Multi-Projektor-Systemen mit Echtzeit-Photometrie, die Integration von LED-Walls für hybride Setups sowie Möglichkeiten zur Content-Simulation von Video-, Bild- und NDI-Signalen.

Ziel der Plattform sei es laut Vioso, komplexe Projektionssysteme bereits in der Planungsphase präzise, realitätsnah und nachvollziehbar abbilden zu können.

Benjamin Fritsch, CEO von Vioso: „Wir haben in den letzten 20 Jahren unzählige Projektionssysteme geplant und umgesetzt – und genau dieses Wissen geben wir jetzt weiter. Mit Experience Designer können AV-Planer und Kreativteams ihre Projekte im Vorfeld validieren und fundierte Entscheidungen treffen. Das macht Planung nicht nur effizienter, sondern vor allem verlässlicher.“

www.vioso.com

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