Eine Barco ClickShare-Umfrage

Angestellte fühlen sich durch die Ungleichheit in der hybriden Arbeitsumgebung belastet

Eine Barco ClickShare-Umfrage hat ergeben, dass Mitarbeitende in hybriden Arbeitsverhältnissen zunehmend besorgt seien, weil sie das Gefühl haben, dass ihre Meetings weniger produktiv sind, wenn sie von ihren Kolleg:innen getrennt sind.

Meeting_Raum_Tisch(Bild: Pexels - Pixabay)

Die Umfrage-Ergebnisse geben an, dass fast eine:r von drei Arbeitnehmer:innen das Gefühl habe, in hybriden Meetings nicht gehört zu werden, und die Forderung nach einer besseren Einbeziehung in Meetings verstärkt seien.

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Mehr als ein Drittel (35%) der Arbeitnehmer:innen habe immer noch Schwierigkeiten, sich in hybriden Meetings voll einzubringen, obwohl sie seit fast zwei Jahren mit Remote- und Hybridarbeit vertraut sind. Ein Grund dafür sei das Gefühl, übersehen zu werden. 28% der Befragten finden es der Umfrage nach schwierig, sich Gehör zu verschaffen, wenn sie von einem externen Standort aus an hybriden Meetings teilnehmen. Doppelt so viele Hybrid-Meeting-Teilnehmende (56%) seien zudem der Meinung, dass sich die Leiter:innen der Meetings zu sehr auf die Teilnehmenden in einem physischen Meetingraum konzentrieren.

„Unsere ClickShare-Umfrage zu hybriden Meetings zeigt zwar deutlich, dass die Mehrheit der Arbeitnehmer:innen (80%) das hybride Modell bevorzugt, aber 71% haben immer noch mit den technischen Herausforderungen zu kämpfen, die mit hybriden Meetings verbunden sind“, kommentiert Lieven Bertier, Segment Marketing Director, Workplace bei Barco. „Hybride Meetings sind zur Hauptstütze der professionellen Zusammenarbeit geworden und diese Daten zeigen eine ideale Gelegenheit für Unternehmen auf, Zugangsbarrieren für Remote-Teilnehmende zu beseitigen und sicherzustellen, dass alle Mitarbeitenden das Gefühl haben, von jedem Ort aus ihr Bestes geben zu können.“

Barco ClickShare-Umfrageergebnisse als Grafik(Bild: Barco)

Die Ende 2021 durchgeführte ClickShare-Hybrid-Meeting-Umfrage soll die Einstellungen und Präferenzen moderner Arbeitnehmer:innen widerspiegeln, die ihre Betriebsmodelle, Arbeitsbereiche und Unternehmenskulturen an die sich verändernde berufliche Dynamik anpassen. Die Umfrage, an der fast 4.000 Arbeitnehmer:innen aus aller Welt mit unterschiedlichen Berufen und Standorten teilgenommen haben, soll zudem die technischen, funktionalen und emotionalen Komplikationen aufzeigen, die bei der Umstellung auf hybride Arbeitsformen im Allgemeinen aufgetreten sind.

Technische Frustration

Eine Konsequenz, die Unternehmen aus der Umfrage ziehen können, wäre z.B. die Strategien für hybride Arbeitsformen und die Gleichstellung von Meeting zu verfeinern. Barco habe diesbezüglich herausgefunden, dass hybride Technologie und Flexibilität nicht mehr nur ein Betriebsmittel sind, sondern vielmehr ein Unterscheidungsmerkmal bei der Anwerbung und Bindung von Talenten, denn: die Unternehmen können früher oder später die die Auswirkungen der Resignation zu spüren bekommen.

Nach Barco geben fast drei von vier Arbeitnehmer:innen (71%) an, dass sie immer noch Probleme mit der Teilnahme an und der Navigation in hybriden Meetings haben. Eine Vermutung dazu sei jedoch, dass diese technischen Frustrationen einen größeren Einfluss auf ihre berufliche Zufriedenheit haben und sie dazu motivieren können, neue Möglichkeiten zu erkunden. Fast jede:r dritte Arbeitnehmer:in (30%) gibt an, dass er/sie ein Jobangebot eines anderen Unternehmens in Betracht ziehen würde, das über eine klar definierte Strategie für hybride Meetings verfügt, die klare Richtlinien und Tools für eine effiziente Teilnahme an hybriden Meetings beinhaltet.

Barco ClickShare-Umfrageergebnisse als Grafik(Bild: Barco)

„Unsere Umfrage zeigt erneut, dass die Arbeitsbedingungen für die Anwerbung und Bindung der besten Mitarbeiter:innen ebenso wichtig sind wie das Gehalt, da der Appetit der Mitarbeitenden auf hybride Arbeitsformen weiter zunimmt“, so Bertier weiter. „Für Unternehmensleiter:innen beginnt erfolgreiches hybrides Arbeiten mit der Einführung einer formellen Richtlinie – von der wir überrascht waren, dass 60% der Unternehmen immer noch keine haben – aber auch mit Investitionen, die das Engagement fördern und den Mitarbeitenden die Möglichkeit geben, zu arbeiten, wo und wie sie wollen. Diese Gespräche und Strategien werden in dem Maße an Bedeutung gewinnen, wie Unternehmen ihre Pläne für die Rückkehr ins Büro entwickeln und umsetzen.“

Arbeiten, um zu sehen und gesehen zu werden

Während hybride Mitarbeitende über ihre Herausforderungen sprechen, habe Barco herausgefunden, dass die Rückkehr zu Konferenzräumen vor Ort nicht ohne Probleme ablaufe. Genauer gesagt sollen die Mitarbeitenden immer noch daran arbeiten, die flexible und bequeme Meeting-Erfahrung, die sie aus der Ferne genossen haben, zu imitieren. Obwohl 85% der Unternehmen über mindestens einen dedizierten Videokonferenzraum verfügen, seien nur 39% der IT-Manager:innen der Meinung, dass diese Räume ausreichend für den „Bring Your Own Meeting“-Arbeitsstil vorbereitet sind. Infolgedessen haben fast zwei von drei Mitarbeitenden (65%) Schwierigkeiten, die unterschiedlichen Anschlussmöglichkeiten und Laptop-Kompatibilitätsvariablen in den Videokonferenzräumen ihres Büros korrekt anzuwenden.

Barco Meeting-Barometer
Barco Meeting-Barometer (Bild: Barco)

Barco habe die Frustrationen auch in seinem Meeting-Barometer erfasst – einem fortlaufenden, regelmäßig aktualisierten Index der Zufriedenheit der Mitarbeitenden mit ihren hybriden Meeting-Umgebungen.

>> Hier geht es zu den vollständigen Umfrage-Ergebnissen.

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