Verbandsforderung

EVVC fordert Erhalt der Kulturfrequenzen und kritisiert einseitige Studie der Mobilfunkanbieter

Der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) spricht sich mit Nachdruck für den Erhalt der UHF-Frequenzen für den Veranstaltungsbereich aus. Anlass ist die aktuelle, von den Mobilfunkunternehmen Telekom, Vodafone und Telefónica in Auftrag gegebene Studie, die eine Neuverteilung der Frequenzen zugunsten des Mobilfunks empfiehlt. Auch die Entwicklungen rund um das TKG-Änderungsgesetz 2026 bereitet dem Verband hierbei sorgen.

René Tumler, Ilona Jarabek
René Tumler, EVVC-Geschäftsführer und Ilona Jarabek, EVVC-Präsidentin (v.l.) (Bild: Christof Mattes)

„Die Studie greift deutlich zu kurz und betrachtet die Fragestellung nahezu ausschließlich aus der Perspektive ihrer Auftraggeber“, erklärt EVVC-Geschäftsführer René Tumler. „Sie blendet die immense Bedeutung der Frequenzen für Business-, Sport- und Kulturveranstaltungen, wie Konzerte und Shows, weitgehend aus. Drahtlose Mikrofone, In-Ear-Systeme und zahlreiche weitere Anwendungen auch für sicherheitsrelevante Abläufe, sind unverzichtbare Bestandteile einer leistungsfähigen Veranstaltungswirtschaft.“

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Die Veranstaltungsbranche benötigt Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen. Unsere Branche darf im Wettbewerb um Frequenzen nicht das Nachsehen haben. Die bisherigen Entscheidungen auf internationaler Ebene haben die Bedeutung des UHF-Bandes für Rundfunk und Kultur bestätigt – daran muss festgehalten werden, damit auch in Zukunft das Publikum jeden Sprecher auf einem Podium oder jeden Künstler und Band hören kann. Auch um die Veranstaltungen reibungslos umzusetzen und die Sicherheit von Veranstaltungen gewährleisten zu können brauchen wir weiterhin unsere Frequenzen“, warnt vor den Folgen einer weiteren Verknappung des Spektrums die EVVC-Präsidentin Ilona Jarabek.

Der EVVC unterstützt ausdrücklich die Einordnung von Dr. Jochen Zenthöfer und der Initiative „SOS – Save Our Spectrum“, die seit Jahren auf die Bedeutung des Frequenzspektrums für Kultur, Medien und Veranstaltungen hinweist. Der EVVC fordert daher Politik und Regulierungsbehörden auf, die Belange des PMSE-Bereichs bei allen zukünftigen Frequenzentscheidungen angemessen zu berücksichtigen und die bestehenden Kulturfrequenzen langfristig zu sichern.

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