ETC unterstützt den "Dream of Gerontius"

ETC Eos bei Englischer National Oper-Produktion

Im Sommerprogramm präsentierte die English National Opera in der Royal Festival Hall das Edward Elgar-Werk „Der Traum des Gerontius“. Um Klänge und Inhalte optisch emotional umsetzen zu können, setzte Lichtdesignerin Lucy Carter auf ETC Eos Ti- und RPU3-gesteuerte Beleuchtung.

ETC Eos bei der "Traum des Gerontius"
Richard Davies
: ETC Eos Ti und RPU3 sorgten bei der mitreißenden English National Opera-Produktion „Der Traum des Gerontius“ für dynamische Looks.

Das 1900 uraufgeführte Oratorium „Der Traum des Gerontius“ gilt als wichtigstes Werk des britischen Komponisten Sir Edward Elgar. Es bietet philosophisch anspruchsvolle Kost, beschreibt das Chorwerk doch die Reise der Seele nach dem Tod eines Menschen – und damit die verschiedenen Regionen des Jenseits: das Fegefeuer und schließlich die Herrlichkeit des Himmels. Ein pathetisch aufgeladener Inhalt, der lichttechnisch umgesetzt werden sollte. Um ein jenseitig anmutendes Ambiente hervorzurufentschied sich die Lichtdesignerin Lucy Carter, eine klare Inszenierung mit abstrahiertem, energetischem Lichtdesign zu verbinden. Mit Erfolg: Im Zusammenspiel mit der großartigen Musik entstand eine geradezu himmlisch-ätherische Atmosphäre.

Lucy Carter: „Als ich für diese Produktion recherchierte, wurde mir klar, dass mein Rigg extrem wandlungsfähig sein musste, um den opulenten und komplexen Themen des Librettos gerecht zu werden.“  Carter habe sich entschieden, „fast ausschließlich“ mit GLP impression X4 Bars und Eos Pixel Mapping zu arbeiten. Videodateien sollten Scheinwerferstrukturen zusätzlich Energie und Textur verleihen.

Das von PRG bereitgestellte Rigg bestand hauptsächlich aus 163 GLP impression X4 Bars, die in sechs konzentrischen Dreiecken über dem Orchester, sowie in drei Reihen über dem Chor positioniert wurden. Für die Beleuchtung des Chors und Orchesters sorgten zwölf Martin Mac Aura XBs; die Beleuchtung für Solisten und Dirigenten übernahm eine Kombination aus ETC Source Four LED Series 2 Lustr und Vari-Lite VL1000 AS Scheinwerfern. Für das Rigg waren mehr als 40 DMX-Universen nötig. Diese lieferten 14 ETC DMX/RDM Four-Port Gateways, vor Ort von Produktionselektriker Martin Chisnall an den Gerüsten montiert.

ETC Eos bei "Der Traum des Gerontius"
Richard Davies
ETC Eos Ti und RPU3 steuerten die fast 500 Cues und Effekte umfassende Beleuchtung.

Um die gewünschten dynamischen Looks zu erzielen, arbeitete Carter eng mit der Lichtprogrammiererin Jenny Kershaw zusammen. Diese erhielt ihrerseits Unterstützung von ETC-Mitarbeiter Andi Davis. „Jenny und ich arbeiten seit einigen Jahren an der Umsetzung von außergewöhnlichen Lichtkonzepten. ETC-Pulte sind bei unserer Designarbeit stets ein essentielles Werkzeug“, verrät Carter und sagt über ihre Licht-Philosophie: „Ich möchte, dass die Beleuchtung eine organische Struktur hat und nicht wirkt, als wäre sie am Rechner entstanden.“ Jenny Kershaw sei in der Lage, Effekt-Tools so zu bearbeiten, dass das spezielle dynamische, ‚tanzende Licht’ entstehe, das sich Carter vorstelle.

„Da sich das Eos Ti Pixel Mapping über den integrierten Virtual Media Server mit der Channel-Steuerung kombinieren lässt, ist dies die ideale Lösung für dieses Projekt“, sagt Kershaw. „Der Inhalt wurde ‚on-board’ mit den integrierten Effektlayern generiert. Alle gewünschten `dynamischen Looks´ konnten somit schnell und komfortabel erstellt und bearbeitet werden.“

Das sollte in Zukunft noch leichter realisierbar sein. Denn ETC stellt jetzt ein Upgrade des Eos Family Virtual Media Servers zur Verfügung. Die Erweiterung der Software erlaubt nun deutlich größere Pixel-Maps (bis 16.000 Pixel), dazu wurden die Virtual Effect Layer für die Erstellung und Steuerung von Content in größeren Pixel Maps optimiert und um eine variable „server-smoothing“-Funktion erweitert.

Lucy Carter war nach der Produktion vollauf zufrieden: „Wir haben es – dank Unterstützung von ETC und Andi Davis – geschafft, mein komplexes Konzept vollständig umzusetzen. Bei fast 500 Cues und Effekten sowie zahlreichen gleichzeitig ablaufenden Cue-Listen hat uns Eos nie im Stich gelassen.“

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