Fairlight Live

Blackmagic Design stellt softwarebasierten Live-Audiomixer vor

Leistungsstarker softwarebasierter Live-Audiomixer mit Unterstützung für SMPTE-2110-Broadcast- und Immersive-Workflows, vollständiger Redundanz und Plugins von Fremdanbietern

Live-Setup

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Blackmagic Design entwickelte mit Fairlight Live einen softwarebasierten Live-Audiomixer, der Workflows für das Mischen von Spatial Audio und für SMPTE-2110-Broadcasts unterstützt. Fairlight Live meistere mühelos Tausende von Audiokanälen und verarbeite reguläres Audio von Computern oder USB-Audio von ATEM Live-Produktionsmischern. Fairlight Live lasse sich vollständig individuell einrichten und biete integrierte Effekte sowie professionelle Funktionen wie Cue-Player, Talkback-Bussen, Momentaufnahmen und mehr.

Fairlight Live ist ab sofort kostenlos als Public-Beta auf der Blackmagic Design Website verfügbar.

Mit Fairlight Live ließen sich eigene Mixer mit flexiblen Audio-Workflows für jedes Projekt einrichten – von Stereo über 5.1-Surround bis hin zu immersiven Formaten. Man könne jederzeit Eingänge und Busse hinzufügen oder ihre Konstellation ändern. Beispielsweise lässt sich ein Diskussionspanel aus vier Personen in ein Remote-Gast-Setup verwandeln oder eine Stereoeingabe binnen Sekunden an einen Ambisonics-Bus routen. Um Eingänge und Busse ein- oder auszublenden oder neu anzuordnen, verwaltet man Audiokanäle im Spurindex.

Alle Produktionen werden als komplette Sendung mit Mischpult-Layout, Signalver- und -bearbeitung, Cue-Player, Momentaufnahmen und weiterem gespeichert. Über das Dateimenü lassen sich vorhandene Shows öffnen oder neue Sendungen erstellen. Für die schnelle Einrichtung werden Vorlagen für gängige Workflows mitgeliefert und es gibt auf ATEM Live-Produktionsmischer abgestimmte Layouts. Im neuen Shows-Menü können einzigartige Produktionen nun individuell erstellt werden. Die Shows-Funktion umfasst auch virtuelle Soundcheck-Konfigurationen und Medien sowie wichtige Systemeinstellungen wie den Solo-Modus.

Fairlight Live unterstütze Hunderte und sogar Tausende von Eingabekanälen in einer Vielzahl von Formaten. Jeder Kanal verfügt über integrierte EQ-, Dynamik- und Panning-Optionen zur Steuerung von Eingabepegeln, Platzierung und Klarheit. Das vielseitige formatbasierte Panning unterstützt 1D, 2D sowie 3D und es gibt einen sphärischen Panner für Ambisonics-Formate und Spatial Audio. Für Workflows mit Plugins stehen vier Effekt-Slots pro Kanal bereit, wobei ChainFX sechs Plugins pro Slot unterstützt. So erhält man für bevorzugte native und Fremd-VST- und AU-Effekte bis zu 24 Plugins pro Kanal.

Benutzerinnen und Benutzer können mithilfe von flexiblen Signalwegen in Standardformaten eigene Busstrukturen erstellen, die sie dynamisch erweitern, ändern und umgestalten können, während die Show Gestalt annimmt. Im Bus-Verwaltungsfenster der Menüleiste lassen sich Haupt-, Sub-, Aux- oder n-1-Busse hinzufügen und für diese Format, Namen und Farbe festlegen. Über das Fenster für die Bus-Zuweisung oder direkt im Mixer verteilt man Eingänge an Busse oder Busse an Busse. Durch die gleichzeitige Zuweisung mehrerer Mixerkanäle spart man Zeit. Integrierte Intelligenz sorgt mit automatischer Up-/Down-Bus-Konvertierung für formatübergreifende Kompatibilität.

Um individuelle Mixe an mehrere separate Ziele wie Bühnenmonitore, Übersetzungskanäle oder Aufnahmegeräte zu verteilen, kann man Ausgabematrix-Busse verwenden, ohne dass dabei der Hauptprogramm-Mix zu verändert wird. Fairlight Live unterstützt bis zu acht simultane Mixe für die Ausgabe. Eine Matrix ist schnell eingerichtet und das Routing erfolgt mit präzisen Pegelreglern. So lässt sich ein Mix für den Live-Stream, ein weiterer für den Ü-Wagen und ein dritter für die Remote-Produktionsteams abgleichen und weiterleiten.

Fairlight Live unterstützt bis zu 128 VCA-Gruppen. Über den Dialog „Show Settings“ gibt es Optionen zum Verschieben von Fadern und zum Außerkraftsetzen der Modi für Stumm oder Solo. Sogar verschachtelte VCAs werden unterstützt. So kann ein VCA-Master alle Kommentatormikros zugleich steuern, während einzelne Livekommentare von verschachtelten VCAs gesteuert werden.

Jeder Kanal in Fairlight Live hat einen vollständigen Satz an integrierten Effekten. So erhält man schnellen Zugriff auf wichtige Verarbeitungsvorgänge. Für die präzise Steuerung von Klang und Dynamik sind jeder Eingang und jeder Bus mit einem 6-Band-EQ, Expander/Gate, Kompressor, Limiter und Panner ausgestattet. Fairlight Live bietet zudem eine umfangreiche Bibliothek mit 30 nativen Plugins, darunter De-Esser, Reverb, Verzögerung und weitere. Fremd-AU- und VST-Plugins werden ebenfalls unterstützt. Mit dem ChainFX-Plugin kann man vier Effekt-Slots auf 24 Plugins erweitern.

Fairlight Live verfügt über einen vollständigen Satz an Broadcast-Funktionen, die bei Liveproduktionen Sicherheit und eine integrierte Steuerung bieten. So kann man fix vier Talkback-Gruppen einrichten und verwalten, über den Cue-/Konferenzmodus mit Moderatoren und Crew kommunizieren und n-1-Busse verteilen, um aus der Ferne zugeschalteten Gästen saubere Signale zu liefern. Der On-air-Modus sperrt bestimmte Funktionen, während es die Fernsteuerung der Verstärkung ermöglicht, die Mikrofonvorverstärker direkt an der Quelle anzupassen. Die Eingabeverzögerung sorgt mittels Signalabstimmung für zeitliche Präzision. Für den Wechsel zwischen Kanälen und Bussen verfügen Benutzer über die Audio-folgt-Video-Funktion (AFV). Zudem gibt es duale Eingaben für Redundanz.

Fairlight Live bietet einen integrierten Cue-Player, der zwei Arten von Cues bereitstellt. Es gibt 16 Audio-Cues für Jingles, Werbespots und Stinger sowie 16 MIDI-Cues zur Steuerung von Hardware wie Beleuchtungs- und Nebelmaschinen. Cues können mit einer benutzerdefinierten Tastenkombination, einer Cue-Taste an einer Fairlight Live-Konsole oder mit einer MIDI-Steuerung von Fremdanbietern ausgelöst werden. Das sorgt bei Liveproduktionen für akkurates Timing.

Jetzt kann man Liveauftritte und Konzertproben mit dem in Fairlight Live integrierten Aufnahme- und Wiedergabesystem erfassen. Anwenderinnen und Anwender können diese Aufnahmen für den virtuellen Soundcheck (VSC) verwenden, um Künstlerinnen und Künstlern sowie der Crew für Proben eine akkurate Wiedergabe des Live-Mixes zu liefern. Das spart Zeit und beugt Fehlern während der Live-Übertragung vor. Auch die Probe einer Band kann über den VSC aufgezeichnet und wiedergegeben werden, sodass Tontechniker Pegel, EQ, Dynamik, Panning und Cues vor der Übertragung feinabstimmen können.

Mit Momentaufnahmen speichert und ruft man den gesamten Mischpultstatus ab. Dies ist ein mächtiges Tool für die Showvorbereitung und die Echtzeit-Steuerung. Momentaufnahmen in Fairlight Live lassen sich zwischen verschiedenen Segmenten wie Kommentaren, Halbzeitvorführungen oder musikalischen Darbietungen sequenzieren. Bedienelemente für Übergange ermöglichen sanfte Überblendungen zwischen Momentaufnahmen. Mit jeder Momentaufnahme lassen sich für einzelne Acts bestimmte Konfigurationen speichern und für zusätzliche Flexibilität bei Abruf nach Bedarf bestimmte Parameter ausschließen.

Fairlight Live wurde für SMPTE-2110-Workflows entwickelt und bietet für moderne IP-basierte Broadcast-Produktionen die vollständige 2110-Audiointegration. Für die nahtlose Anbindung an 2110-Netzwerke ermöglicht die Anwendung die primäre I/O-Integration, sodass Tontechniker Audiostreams gezielt aus beliebigen Quellen extrahieren können. Die PTP-Uhr-Synchronisation sorgt über alle Geräte hinweg für präzises Timing, während das Audio mittels Verzögerungskompensation auf Sample-Ebene perfekt auf Video- und andere Streams abgestimmt bleibt.

Fairlight Live wurde für die Integration mit ATEM Live-Produktionsmischern entwickelt und ermöglicht per USB-C-Anschluss die direkte Steuerung und den Audioaustausch. Die Anwendung unterstützt die Kameraauswahl nach dem Audio-folgt-Video-Prinzip (AFV) für bis zu 100 Kameras und leitet das Audiosignal vom Mischer zur Bearbeitung und Abmischung an den Mixer weiter, bevor es an den Programmausgang zurückgeführt wird. Talkback und Solo-Monitoring sind eigens verwaltbar, wobei die bidirektionale Mikrofon-Gain-Steuerung für Pegelkonsistenz zwischen Systemen sorgt. Unterstützte ATEM Modelle bieten Standard-Mixer-Einstellungen und Vorlagen sowie die vollständige Steuerung im On-air-Status.

Über USB oder Thunderbolt lassen sich vielzählige Audiosysteme anschließen, darunter Fairlight Live Audio Panels und unterstützte Fremdgeräte. Unter Mac nutzt das System die Core-Audio-Feature für geringe Latenz und ausgiebige Kompatibilität. Unter Windows unterstützt es für Profi-Routing und -Steuerung das System Audio sowie ASIO-Treiber. So kann man Mikrofone, Schnittstellen und Wiedergabequellen also mit minimalem Einrichtungsaufwand direkt an den Mixer anschließen.

Die in Zusammenarbeit mit professionellen Toningenieuren konzipierten Fairlight Live Hardware-Konsolen fungieren wie eine physische Erweiterung der Software und straffen den Workflow. Mit dem intuitiven, aufgabenbasierten Design haben Nutzende die benötigten Bedienelemente immer griffbereit. Für jede Gruppe von 10 Fadern gibt es zudem einen großen Touchscreen, der alle über die Konsole vorgenommenen Aktionen auf einem grafischen Display darstellt. Anwenderinnen und Anwender können Infos zu Kanalzügen, Pegeln, Entzerrung, Dynamikverarbeitung sowie Plugin-Oberflächen und mehr sichten. Für den Einsatz in Heimstudios, kleinen Studios oder bei großen Live-Sendungen gibt es drei Modelle zur Auswahl.

„Da Fairlight Live softwarebasiert ist, läuft es uneingeschränkt und unabhängig von herkömmlichen Hardware-Systemen. Die einzige Einschränkung ist die Leistungsfähigkeit Ihres Computers“, so Grant Petty, CEO bei Blackmagic Design. „Für noch mehr Tempo und Kontrolle können Sie sogar ein professionelles Fairlight Live Audio Panel einbinden. Es wird bestimmt irre, was Anwenderinnen und Anwender mit der Leistungsfähigkeit von Fairlight Live kreieren.“

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