Ein Kommentar von Martina Gawenda

Nachhaltigkeit vs. alternative Fakten

In der Eventbranche hat man momentan das Gefühl, als gäbe es kein anderes Thema mehr. Nachhaltigkeit in aller Munde. Jede Agentur und jeder Dienstleister bemüht sich, das in ökologischer, sozialer oder ökonomischer Hinsicht eigene nachhaltige Handeln PR-wirksam kundzutun. Manche engagieren sich schon lange dahingehend, andere haben das Thema erst seit kurzem (als verkaufsfördernd) für sich entdeckt. Egal aus welchem Grund, Engagement auf diesem Feld kann immer nur positiv bewertet werden – wir haben ja schließlich nur diese eine Erde.

Martina Gawenda
Dieter Storck
Martina Gawenda, Redaktionsleitung von Event Partner

Und die Kunden? Nun, da scheint das nachhaltige Handeln des zu engagierenden Dienstleisters zurzeit leider meist nicht mehr als schmückendes Beiwerk zu sein – Hauptsache der Preis stimmt. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel. So das Fazit unseres Round Table Talks mit unterschiedlichen Branchenteilnehmern in der aktuellen Ausgabe von EVENT PARTNER 1.17. Irgendwie ernüchternd, dass solche global bekannten Tatsachen von derart vielen Menschen immer noch verneint werden.

Aber in Zeiten „alternativer Fakten“ scheinen wir einen weiteren Weg vor uns zu haben, als noch vor vier Jahren angenommen, nehme man die Gründung der AfD als einen der vielen Ausgangspunkte. – Zur aktuellen Lage bezüglich dieser besonderen Gruppierung empfehle ich übrigens die Lektüre der Event-Zora. – Und dennoch: Steter Tropfen höhlt den Stein, heißt es doch so schön.

Mögen wir unsere Hoffnung daher auf alte Volksweisheiten setzen, die haben schließlich bereits eine viel längere Bewährungsprobe absolviert. Und unser Engagement in Sachen Nachhaltigkeit weiterhin lauthals in die Welt hinaustragen.

Ihre Martina Gawenda
Redaktionsleitung EVENT PARTNER

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