Broadcast

Proton bringt bildstabilisierte Minikamera

Proton Camera Innovations führt die Proton IS in den Markt ein. Die Minikamera kombiniert vollständige Bildstabilisierung mit einem zweiteiligen Aufbau aus Kamerakopf und separater Verarbeitungseinheit. Auf der IBC 2026 wurde das Konzept mit dem Best of Show Award ausgezeichnet. Ausgeliefert wird ab dem ersten Quartal 2027.

Miniaturkamera mit kleinem Kamerakopf und gerippter Verarbeitungseinheit, verbunden durch ein Kabel, vor einer Football-Spielszene(Bild: Proton Camera Innovations)

Laut Hersteller soll die Proton IS professionelle Bildstabilisierung in einen Formfaktor bringen, in dem herkömmliche Lösungen wie Gimbals, Gyroskope oder mechanische Dämpfer nicht funktionieren. Der Kamerakopf misst 20 x 20 x 22,5 mm und nimmt 0,5 W auf.

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Die passiv gekühlte Verarbeitungs- und Stromversorgungseinheit hat Abmessungen von 23 x 23 x 70 mm bei 2,3 W Leistungsaufnahme. Beide Teile sind über ein flexibles Kabel von bis zu 90 cm Länge verbunden. So kann der Kopf direkt im Geschehen sitzen, während die empfindlichere Elektronik geschützt untergebracht bleibt.

Volles Broadcast-Bild mit 2,8 Watt

Die Kamera liefert 1080p60 in 10 Bit. Für Farbtreue und Dynamikumfang setzt Proton auf das hauseigene Vega-Shading. Ein integriertes Stereomikrofon zeichnet Embedded Audio auf.

Die Gesamtleistungsaufnahme liegt bei 2,8 W, der Eingangsspannungsbereich bei 4,7 bis 24 V. Die Proton IS lässt sich laut Hersteller mit jedem SDI-Sendesystem kombinieren und vollständig über RS485 fernsteuern.

Haupteinsatzfeld ist die Live-Sportproduktion, überall dort, wo schnelle Bewegungen zu Verwacklungen führen. Bisherige Einsätze umfassten Motorrad- und Autorennen sowie Anwendungen, bei denen Größe und Gewicht entscheidend sind, etwa Radrennen, Drohnen oder Skier im Slalom.

Mittendrin statt nur dabei

Besonders profitieren sollen am Körper getragene POV-Anwendungen, etwa bei Spielern oder Schiedsrichtern. Die Stabilisierung gleicht dabei die Auf-und-ab-Bewegung beim Gehen und Laufen aus. Der geteilte Aufbau verteilt zudem das Gewicht gleichmäßiger und hält wärmeerzeugende Komponenten von der Stirn des Trägers fern.

Proton nutze Fachmessen als natürlichen Rhythmus, um schnell von der Konzeptvorstellung zur Marktreife zu gelangen, erläutert Marko Höpken, CEO und Gründer von Proton Camera Innovations. Der IBC-Award sei ein Beleg für das große Interesse an neuen Konzepten. Ziel sei es, Kameras mitten ins Geschehen zu bringen und Perspektiven zu schaffen, die das Publikum bislang nicht gesehen habe, unterstreicht Höpken. „Genau das liefern wir mit der Bildstabilisierung der Proton IS.“

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