Sieben Lautsprechertypen, ein Klangbild

Ton:Media beschallt das RÜ Oktoberfest mit dBTechnologies

Im 80 Meter langen Festzelt auf dem Flughafengelände Essen/Mülheim kombinierte der Dienstleister Ton:Media sieben verschiedene Lautsprechertypen von dBTechnologies zu einem System, das druckvoller Live- und DJ-Sound liefern sollte – und gleichzeitig enge behördliche Pegelgrenzen einhalten musste.

Festzelt(Bild: SASCHA GANSEN)

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Das RÜ Oktoberfest ging 2026 in seine 13. Ausgabe. Auf 2.400 Quadratmetern feierten bis zu 4.000 Gäste; die Bühne stand in der Zeltmitte und beschallte den Raum im 360-Grad-Radius. Der Zelthimmel war vollständig mit Molton und Stoff bespannt, die Trägerstruktur bot ausreichend Hängepunkte für Lautsprecher und Lasten.

Als Main Hang hingen vier Gruppen mit je vier VIO L208 Line-Array-Modulen, je zwei pro Seite für die Längsachsen des Zelts. Zwölf VIO S118R Subwoofer standen in vier Dreiergruppen; das mittlere Element jeder Gruppe war gedreht und erzeugte so eine Cardioid-Charakteristik, die den Tieftonanteil hinter den Gruppen reduziert. Je ein VIO X206 übernahm pro Seite das Nahfeld. Mit wachsendem Abstand folgten gestaffelte Delaylines: zunächst 2 × 2 VIO X310, dahinter 4 × 2 IG2. Sechs weitere IG2 versorgten die Logen an der Längsseite, vier IG3 das angeschlossene Terrassenzelt. Auf Bühnenmonitore in Form von Wedges verzichtete Ton:Media; vier VIO X12 hingen als Sidefills an Bügeln neben der Bühne, das übrige Monitoring lief über In-Ear.

(Bild: SASCHA GANSEN)

Die Lage des Geländes machte die Aufgabe besonders anspruchsvoll: Das Flughafengelände liegt erhöht und ist windig, weshalb Anwohner in vergangenen Jahren nach 22 Uhr Beschwerden einreichten. Für 2026 galt eine Genehmigung bis Mitternacht; ein Sachverständiger maß an jedem Veranstaltungstag dreimal an fünf festgelegten Messpunkten und ließ die Pegel je nach Windverhältnissen anpassen.

„Wir müssen jeden Abend den Balanceakt zwischen einer guten Performance für unsere Gäste und der Einhaltung der vorgeschriebenen Messwerte hinbekommen. Gerade das partielle Gegensteuern mit der Anlage funktioniert bisher sehr gut“, sagte Sven Morsbach, Geschäftsführender Gesellschafter der BRT Event GmbH. In den Vorjahren habe es Rückmeldungen gegeben, dass die Band teilweise nicht gut genug zu hören sei – in diesem Jahr sei das ausgeblieben.

Das System wurde vorab von Christian Strehl, Sales Application Engineer Install bei dBTechnologies, in EASE Focus simuliert und vor Ort mit Smaart V8 eingemessen. Alle RDNet-fähigen Komponenten waren direkt ins Netzwerk eingebunden; die IG-Säulen liefen über zwei AD26-Prozessoren. Steuerung und Monitoring erfolgten über AURORA Net. Zwischen den Veranstaltungstagen wurden lediglich Lautstärken angepasst, die Grundabstimmung blieb unverändert.

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