Projektionen lassen im Gasometer demnächst eine zweite Erde entstehen

Testlauf für 20-Meter-Erde im Gasometer erfolgreich abgeschlossen

Einen Ballon, fast so hoch wie die Kuppel des Berliner Reichstags, mit Projektoren in eine Erdkugel zu verwandeln – das ist die spannende Aufgabe, an der derzeit mit Blick auf die kommende Ausstellung “Wunder der Natur” im Gasometer Oberhausen gearbeitet wird. 

Der 20 Meter große Nachbau unserer Erde beim Testlauf in einer Hamburger Fabrikhalle für die Ausstellung im Gasometer. 

Ab dem 11. März 2016 wird eine im Durchmesser 20 Meter große Kugel, ein originalgetreues Abbild des “blauen Planeten” als Höhepunkt der neuen Ausstellung im 117 Meter hohen, ehemaligen Gasspeicher des Gasometer schweben.

Wie das funktionieren kann, haben die Licht- und Sounddesigner von Intermediate Engineering jetzt getestet. Dazu mieteten sie eigens eine Hamburger Fabrikhalle an, um ein drei Meter großes Modell und knapp ein Dutzend Hochleistungsprojektoren in Stellung zu bringen, so wie es ab kommenden Frühjahr im Oberhausener Industriedenkmal geschehen wird.

Die technische Herausforderung besteht darin, die Projektionen aus unterschiedlichen Winkeln pixelgenau miteinander zu verknüpfen. Die Vorlagen dafür liefert das Earth Observation Center des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Satellitenbilder werden eigens für diesen Zweck aufbereitet, auf die einzelnen Projektoren verteilt und auf der Kugel wieder zusammengeführt, so dass am Ende ein lebendiges Abbild unseres Heimatplaneten entsteht.

Das komplexe Geschehen der Atmosphäre wird ebenso sichtbar werden wie der Wechsel von Tag und Nacht. Und wer mit dem Panoramaaufzug aufs Dach des Gasometers fährt, bekommt einen Eindruck unseres Heimatplaneten, wie ihn sonst nur Astronauten erleben. Erstes Urteil der interdisziplinär arbeitenden Medientechnik-Ingenieure nach den einwöchigen Einrichtungs- und Justierungsarbeiten: Test gelungen. Den Aufbauarbeiten im Gasometer in wenigen Wochen steht nichts im Wege.  Intermediate Engineering hat bereits die preisgekrönte Lichtinstallation “320° Licht” von Urbanscreen im Gasometer installiert.

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