Deutsches Hutmuseum Lindenberg ausgezeichnet

Von Atelier Brückner gestaltetes Hutmuseum erhält Bayerischen Museumspreis

Der mit 20 000 Euro dotierte Bayerische Museumspreis geht in diesem Jahr an das Deutsche Hutmuseum. Der Festakt ist am Freitag, 4. Dezember 2015, in Lindenberg im Allgäu. Das von Atelier Brückner gestaltete Museum erhält die Auszeichnung aufgrund seiner “herausragenden Museumsarbeit.” 

Der Huttornado im Deutschen Hutmuseum Lindenberg überzeugt mit seinem Lichtkonzept

“Mit einem neuen Konzept widmet sich das Deutsche Hutmuseum Lindenberg fachlich fundiert sowie ästhetisch ansprechend und spielerisch der Geschichte der Kopfbedeckungen. Die abwechslungsreiche Ausstellung schlägt den Bogen von den verwendeten Materialien, vielfältigen Arbeitsschritten und nötigen Gerätschaften hin zur Gestaltung der Hutmode im Wandel der Zeit”, so ein Auszug aus der Jury-Begründung.

Als “Projekt der kreativen Neugier” bezeichnet Uwe R. Brückner das Deutsche Hutmuseum. Von Januar 2013 an erkundete er mit seinem wissenschaftlichen Team die umfangreichen städtischen Sammlungsbestände. Es wurde inventarisiert, bewertet und konzipiert; ab Juli 2013 dann gestaltet und gebaut, bis zur Eröffnung des Hauses im Dezember 2014 unter Leitung der Historikerin Angelika Schreiber.

Die Dauerausstellung entfaltet sich in der ehemaligen Hutfabrik Ottmar Reich über zwei Etagen hinweg. Ideell verbunden sind beide über eine zentrale künstlerische Installation. Ein Huttornado erwächst aus der unteren Ausstellungsebene, die sich der Stadtgeschichte und Hutproduktion widmet, und versetzt das obere Geschoss in Dynamik. Hier geht es um den Hut als Teil unserer Kulturgeschichte.

Einen vollständigen Artikel zum Deutschen Hutmuseum Lindenberg und die Beteilung von Atelier Brückner finden Sie hier auf der Website von KommunikationsRaum – dem neuen AV-Kompendium für Architekten, Planer und Projektverantwortliche.

Bereits seit 1991 ermöglicht die Versicherungskammer Bayern die Verleihung des Bayerischen Museumspreises an nichtstaatliche Museen in Bayern. Die prestigeträchtige Auszeichnung wird alle zwei Jahre vergeben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem der Kulturspeicher Würzburg im Jahr 2005, das Maximilianmuseum Augsburg 2007 und das – ebenfalls von Atelier Brückner gestaltete – Museum Dingolfing mit seiner Sammlung zur Industriegeschichte im Jahr 2009.

Im Jahr 2015 wird nun erstmals, durch die 2014 gegründete Versicherungskammer Kulturstiftung, der Bayerische Museumspreis in zwei Kategorien verliehen: Das Deutsche Hutmuseum erhält den mit 20 000 Euro dotierten Preis in der Kategorie Museen mit wissenschaftlicher Leitung. Das Augustiner-Chorherren-Museum in Markt Indersdorf wird in der Kategorie der ehrenamtlich geführten Museen ausgezeichnet und erhält 10 000 Euro. Beide Preisträger wurden am 9. Juli 2015 beim Bayerischen Museumstag in Kulmbach bekannt gegeben und feiern nun gemeinsam am 4. Dezember in Lindenberg.

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