Verbesserter Video-Sound für DSLR

Sennheiser präsentiert Kameramikrofon MKE 440

Das Kameramikrofon MKE 440 von Sennheiser nutzt ein innovatives Stereoverfahren für gerichtete Aufnahmen und soll so für einen verbesserten Video-Sound für DSLRs sorgen. 

NAB Stand von Sennheiser
Der Messestand von Sennheiser auf der NAB 2016 Standnummer 5729 . (Bild: Sennheiser)

Auf der NAB stellt Audiospezialist Sennheiser das Stereo-Kameramikrofon MKE 440 vor, das fokussierten Stereo-Sound vom gefilmten Objekt aufnehmen soll. „Das MKE 440 ist das kompakteste Stereo-Richtrohrmikrofon am Markt“, erklärt Kai Lange, Produktmanager für den Bereich Broadcast and Media bei Sennheiser. „Im Gegensatz zu anderen Stereomikrofonen nimmt es – dank eines neuen Stereoprinzips – den Ton bevorzugt aus der Filmrichtung auf.“ Das Ergebnis ist ein perfekter Mix aus Raumklang und klar verständlichen Sprachaufnahmen. „Damit sind DSLR-Nutzer in der Lage, professionellen Stereo-Sound in einem einzigen Schritt aufzunehmen, was Produktionszeit und –aufwand deutlich reduziert”, fügt Kai Lange hinzu.

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Für DSLR-Filmer ist es oft schwierig, bei Stereoaufnahmen mit einem auf der Kamera befestigten Mikrofon eine gute Audioqualität zu erzielen. Das neue MKE 440 soll hier Abhilfe schaffen: Mit Mini-Richtrohren und einer neuen Stereoanordnung nimmt es den Ton aus dem Kamerawinkel auf. Während diese klassischen Verfahren sehr viele Nebengeräusche aufnehmen – u.a. etwaige Kommentare des Filmers selbst oder von Umstehenden – sollen die beiden Mini-Richtrohre des MKE 440 V-förmig angeordnet sein. Durch diese Form soll es bevorzugt Schall aus der Kamerarichtung aufnehmen und Geräusche dämpfen, die von außerhalb der Filmrichtung auf das Mikrofon treffen.

MKE 440
Durch die V-förmige Anbringung der Mikrofone soll das MKE 440 bevorzugt Schall aus der Kamerarichtung aufnehmen.   (Bild: Sennheiser)

Die beiden Minirichtrohre des MKE 440 sind aufeinander abgestimmt, ihre Supernieren-Charakteristiken überlappen sich und erzeugen dadurch eine Frontfokussierung. „Das Ergebnis ist ein perfekt zum Bild passender Stereoraumklang”, erklärt Kai Lange. „So können Filmer Sprache klar und verständlich aufnehmen, ohne den Raumeindruck zu verlieren.“

Die Mikrofone sind intern schwingend gelagert, um Handhabungsgeräusche zu unterdrücken; gegen Windgeräusche werden sie durch ein feinmaschiges Edelstahlgewebe geschützt. Für stärkeren Wind ist ein Fellwindschirm als Zubehör erhältlich. Das kompakte MKE 440 besitzt ein robustes Metallgehäuse und lässt sich schnell und einfach auf den Blitzschuh der Kamera montieren. Über einen dreistufigen Empfindlichkeitsschalter kann es an leisere und laute Schallquellen angepasst werden. Ein schaltbarer Low-Cut-Filter reduziert tieffrequenten Lärm wie z.B. Windgeräusche.

Das Mikrofon wird von zwei Micro-Batterien (AAA) gespeist. Die grüne LED des Ein-/Ausschalters dient gleichzeitig als Low-Batt-Anzeige, sie wechselt auf Rot, wenn die Batteriespannung abfällt. Dies geschieht ungefähr vier Stunden, bevor die Batterien endgültig verbraucht sind, so dass noch genug Zeit bleiben soll, um den aktuellen Videodreh zu beenden. Das MKE 440 wird ab Juni 2016 erhältlich sein.

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