Mit der eigenen Note punkten

Individuelles Shop-Design schafft Einkaufserlebnisse

Überall, wo Kund:innen Ware erwerben können, spielen die menschlichen Sinne eine große Rolle. Auch wenn sich das Kaufverhalten vieler in den letzten Jahren dahingehend verändert hat, Einkäufe vermehrt online zu tätigen, sei der stationäre Handel keineswegs tot.

Heinz-Jürgen Dohrmann, Figo GmbH
Heinz-Jürgen Dohrmann, Geschäftsführer der Figo GmbH (Bild: Figo GmbH)

Laut der Studie „Konsummonitor Corona 2021“ des Handelsverbands Deutschland komme dem stationären Handel trotz des Einflusses der Pandemie auch weiterhin eine große Bedeutung zu. Die Umfrage ergab jedoch auch, dass das Einkaufen im Offline-Bereich verstärkt zu einem Einkaufserlebnis werden müsse, um gegen die Komfortvorteile des Onlinehandels bestehen zu können. „Um Ladenbesuche aufregend und spannend zu gestalten, muss das Shopdesign die Besonderheit und Individualität der angebotenen Ware deutlich hervorheben“, so Heinz-Jürgen Dohrmann, Geschäftsführer der Figo GmbH.

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Fokus auf Storytelling

Wer heute ein Geschäft betreibt, verkaufe nicht bloß Artikel und Dienstleistungen, sondern auch Geschichten und Emotionen. Es gehe schon lange nicht mehr um die reine Ausstellung von Waren – stattdessen stehe die Inszenierung der Marke im Mittelpunkt.

„Geschäfte im stationären Handel müssen sich nicht nur ästhetisch, sondern auch emotional ansprechend präsentieren, um potenzielle Käufer:innen anzulocken. Dies erfordert ein passendes Zusammenspiel aus Ladenkonzept, Farbwahl, Licht, Musik, Duft sowie Art und Anordnung der Möbel, Bodenbelag, Wandinstallationen und Schaufenstereinrichtung“, erklärt Dohrmann.

Es gelte die jeweilige Marke und dazugehörige Identität durch eine Marketingstrategie widerzugeben, die sich auch in der Verkaufsfläche spiegelt. „Mit Storytelling-Konzepten, die oft im Online-Marketing Verwendung finden, schaffen Unternehmen einen Ort, der eine Geschichte erzählt und Kundinnen und Kunden mit auf eine Reise nimmt“, so der Innenausbau-Experte weiter. Besonders beliebt seien hier multimediale Leitsysteme oder Wegweiser im Laden, die Kund:innen auf einer intendierten Route durch den Store führen. Dies ermögliche zudem das Hervorheben spezieller Angebote, wenn Interessent:innen direkt zu diesen geleitet werden.

Mehr Freiraum für ausgewählte Ware

Im Innenausbau gehe der Trend zu einem minimalistischeren Aufbau. Das bedeutet weniger Ware in den Ausstellungsflächen, dafür offene Räume und mehr Platz, sich zu bewegen. Hier sollen sich zwei Tendenzen ausbilden: Einerseits sei ein helles, geradliniges Design beliebt, dessen Offenheit ein kultiviertes, niveauvolles Bild und somit eine Hochwertigkeit der Produkte oder Dienstleistungen suggerieren soll – andererseits würden Shopbetreiber auf eine „Atmosphäre wie zu Hause“ setzen. Diese erreichen sie durch eine gemütliche, heimische Ausstattung, beispielsweise mit gepolsterten Sitzgelegenheiten oder mit Holz, das Wärme ausstrahlt. Das wirke einladend und sorge dafür, dass sich Kund:innen wohlfühlen, mehr Zeit im Shop verbringen und gern wiederkehren. Unternehmen müssen dabei passend zu ihrer Corporate Identity entscheiden, was sie ausdrücken und vermitteln möchten.

„Vor allem die Einbindung multimedialer audiovisueller Inhalte unterstützt eine erfolgreiche Vermittlung von Identität und Story“, beschreibt Dohrmann. „Screens oder Tablets bieten hier nicht nur die Möglichkeit, Informationen oder Gefühle zu vermitteln, sondern können auch zur Personalisierung der Ware eingesetzt werden. Beim sogenannten Customizing erfolgt eine individuelle und interaktive Anpassung eines Produkts an die Bedürfnisse und Wünsche der Kund:innen.“

Die Mischung macht’s

Um Emotionen zu wecken und einen Shop zu einem beliebten Einkaufsort zu machen, müsse der stationäre Handel auch zu einem Ort der Begegnung werden. Zur Verlängerung der Verweildauer und zur Erhöhung der Attraktivität des Geschäfts sollen Ladenbetreiber zunehmend auch gastronomische Angebote integrieren. Dazu zählen Restaurants oder Cafés etwa in Form von Pop-ups.

„Hier holen sich Unternehmen oft Franchiseketten als Buddy Shops mit in ihre vier Wände – Einkaufen kann so zum Ausflug werden“, erklärt Dohrmann. Um die eigenen Werte dabei erfolgreich zu kommunizieren und erlebbar zu machen, sei eine gut konzeptionierte CI nötig. „Egal, ob bereits eine fest verankerte Corporate Identity besteht oder ob diese neu geschaffen werden muss – wir kreieren Konzepte, die zum Hinschauen einladen und einzigartig sind. Wenn diese gemeinsam mit Form und Farbe zu einer funktionalen Einheit werden, bekommt die Marke den Raum, den sie verdient“, erzählt Dohrmann abschließend.

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